Apple-Headset: Markenantrag für „RealityOS“, baldige Vorstellung?

Apple-Headset: Markenantrag für „RealityOS“, baldige Vorstellung?

Kurz vor der WWDC 2022 brodelt die Gerüchteküche. Enthüllt Apple das eigene XR-Headset auf der Entwicklerkonferenz?

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Seit Jahren gibt es Gerüchte um ein Mixed-Reality-Headset von Apple. Laut jüngsten Berichten startet die Massenfertigung im Sommer, Ende 2022 oder Anfang 2023 soll das Headset auf den Markt kommen. Dem Apple-Vorstand wurde das Gerät vor kurzem vorgestellt – ein Zeichen, dass der Launch näher rückt.

Das Headset soll autark sein, neben Virtual Reality auch Augmented Reality per Video-Passthrough beherrschen und Highend-Technik verbaut haben, darunter hochauflösende OLED-Microdisplays und eigens gefertigte Apple-Chips. Das Headset werde zwischen 2.000 und 3.000 US-Dollar kosten und sich damit an Profis, Entwickelnde und Unternehmen richten.

Das Gerät ist seit vielen Jahren in Arbeit. Ein jüngst erschienener, zweiteiliger Enthüllungsbericht fasst die chaotische Entwicklungsgeschichte des Headsets bis 2018 und von 2018 bis in die Gegenwart zusammen.

Apple schützt „RealityOS“ – durch Strohfirma?

Einen neuen Hinweis auf einen baldigen Launch des Geräts liefert Twitter-Nutzer Parker Ortolani. Er fand US-Markenanträge für „RealityOS“, Apples mutmaßliches Headset-Betriebssystem.

Gerüchte um ein neues, XR-spezifisches Betriebssystem reichen bis ins Jahr 2017 zurück. Anfang 2022 tauchten konkrete Hinweise auf „rOS“ in Apple-Code auf.

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Der Markenschutz wurde von einem Unternehmen namens Realityo Systems beantragt, das Ortolani für eine Strohfirma Apples hält. Das Vorgehen folgt einem etablierten Muster: Schon früher nutzte Apple Strohfirmen wie „Yosemite Research“, um unerkannt Namen für Betriebssysteme markenrechtlich zu schützen. Yosemite Research und Realityo Systems sind unter derselben Adresse eingetragen: dem Standort eines Unternehmens, das Markendienstleistungen für Apple anbietet. Ein Zufall?

Apple-Headset: Enthüllung auf der WWDC unwahrscheinlich

Der Markenantrag umfasst ein breites Spektrum an Kategorien, darunter „tragbare Computer-Hardware“. Eingereicht wurde er Ende 2021, also kurz bevor RealityOS in Apple-Code aufzutauchen begann.

Im Antrag steht, dass Realityo Systems keine weiteren Marken registriert hat und kein Produkt herausgebracht hat, das den Namen RealityOS trägt. Der Name ist demnach für ein unveröffentlichtes Produkt gedacht.

Am 8. Juni 2022 läuft die Frist für einen internationalen Markenschutzantrag bei der US-Behörde ab. Das ist zwei Tage nach der WWDC 2022. Ortolani spekuliert, dass Apple den Markennamen nach der Ankündigung von der Strohfirma auf sich selbst übertragen könnte. So habe das Unternehmen schon früher gehandelt.

Der bekannte Apple-Leaker Mark Gurman geht davon aus, dass das Datum ein reiner Zufall ist. Er hält es für unwahrscheinlich, dass das Apple-Headset nächste Woche enthüllt wird, könnte sich jedoch eine Vorschau auf RealityOS und kommende VR- und AR-Features vorstellen.

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