Zero Latency: Highend-VR-Arcade rüstet auf – auch in Deutschland?

Zero Latency: Highend-VR-Arcade rüstet auf – auch in Deutschland?

Die weltweit agierende VR-Spielhallenkette Zero Latency streicht Rucksack-PCs und wechselt auf eine autarke VR-Brille: die HTC Vive Focus 3.

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Zero Latency gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten VR-Arcades und betreibt 57 Standorte in 26 Ländern, darunter in Deutschland (München) und der Schweiz (Basel).

In den Spielhallen können sich bis zu acht Besucher:innen gleichzeitig in eines von acht VR-Abenteuern stürzen, wobei sämtliche Inhalte exklusiv für Zero Latency entwickelt wurden.

Das bekannteste VR-Spiel ist das mit Ubisoft entwickelte Far Cry VR. Daneben gibt es unter anderem das apokalyptische Zombie-Abenteuer Undead Arena, die schwerelose Raumfahrtsmission Singularity und das kompetitive Ballerspiel Sol Raiders im Angebot. Die Gäste können sich frei bewegen und ballern mit einer Plastikwumme, die räumlich erfasst wird und haptisches Feedback bietet.

Die VR-Arcades von Zero Latency hatten mehr als zwei Millionen Besucher:innen seit der Eröffnung des ersten Standorts in 2015.

Autarke VR: Die nächste Stufe der VR-Arcades

Die Spielhallenkette erneuert ihre Hardware regelmäßig. 2021 wechselte sie auf die HP Reverb G2 um und nun folgt ein weiteres Upgrade in Partnerschaft mit HTC.

Zero Latency wird in Zukunft auf die HTC Vive Focus 3 (Tests) setzen. Die löst etwas höher auf als die HP Reverb G2 (2.448 mal 2.448 Bildpunkte statt 2.160 mal 2.160 Bildpunkte pro Auge) und läuft komplett autark.

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Letzteres hat den Vorteil, dass Rucksack-PCs überflüssig werden. Das spart Kosten und verbessert den Nutzungskomfort, denn die Gäste müssen nicht auch noch einen Rechner schultern.

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Das Videobild und der Ton werden lokal berechnet und gleichzeitig in mehrere VR-Brillen gestreamt. Die Vive Focus 3 unterstützt Wi-Fi 6E und ist damit bestens geeignet für eine ruckelfreie und hochwertige Datenübertragung.

Vive Focus 3: Gut gerüstet für VR-Spielhallen

Zero-Latency-CEO Tim Ruse bezeichnet das PC-VR-Streaming als die „bislang einfachste und natürlichste Erfahrung für Kunden und Betreiber.“

Für Virtual-Reality-Arcades ist der Umstieg auf autarke Geräte mit Inside-Out-Tracking in der Tat revolutionär: Waren Rucksack-PCs und aufwendige externe Sensortechnik vor fünf Jahren noch gang und gäbe, wird es in Zukunft weitaus weniger Hardware brauchen. Die Anschaffungs- und Wartungskosten fallen und das Erlebnis profitiert.

Die Vive Focus 3 ist gut aufgestellt für diesen Wandel. HTC optimierte das Headset für den Spielhallenbetrieb: Dank Software-Updates ist die autarke VR-Brille für hochwertiges PC-VR-Streaming, große Trackingflächen von bis zu 1.000 Quadratmeter und sogenannte Ko-Lokalisierung gerüstet, bei der sich die Geräte gegenseitig im Raum verorten.

Der Wechsel soll weltweit im Sommer 2022 stattfinden. Ich habe bei Zero Latency München nachgefragt, ob und wann die VR-Arcade auf Vive Focus 3 wechselt. Laut Geschäftsführer Korbinian Gritz ist ein Umstieg wahrscheinlich, könnte aber wegen den aktuellen Lieferengpässen noch etwas dauern.

Quellen: Pressemitteilung