Virtual und Augmented Reality machen das digitale Einkaufen räumlich. Die Khronos-Gruppe will sich in Kooperation mit Großhändlern, Herstellern und Techunternehmen auf einen Standard für die 3D-Darstellung von Produkten festlegen.

Die Khronos-Gruppe ist ein Konsortium aus mehr als 140 führenden Hard- und Softwareunternehmen, mit dem Ziel industrieweite und offene Standards für 3D-Grafik, AR und VR sowie maschinelles Lernen zu schaffen. Aus der Initiative gingen die Programmierschnittstellen Vulkan, OpenGL, WebGL sowie die für VR und AR besonders relevanten Standards OpenXR und gITF hervor.

OpenXR soll der Fragmentierung des XR-Markts entgegenwirken, indem es eine Schnittstelle definiert, die möglichst Entwicklungsplattformen und Geräte unterstützt. Dank OpenXR könnten Studios in Zukunft leichter über mehrere Plattformen hinweg Software entwickeln und Nutzer über mehr Geräte auf die gleichen Inhalte zugreifen.

Im März veröffentlichte die OpenXR-Arbeitsgruppe, in der so ziemlich jedes wichtige XR-Unternehmen vertreten ist, die vorläufigen OpenXR-Spezifikationen. Die Mitglieder sammeln nun Feedback und wollen OpenXR noch in diesem ratifizieren.

Der ebenfalls von der Khronos-Gruppe initiierte gITF-Standard ist ein Dateiformat für 3D-Inhalte, das die Datenmenge von 3D-Modellen erheblich reduziert. gITF soll das JPG für 3D-Inhalte werden, indem es eine breite Verfügbarkeit an Inhalten bei guter Qualität und schnellen Ladezeiten ermöglicht.

3D-Standard soll das virtuelle Einkaufserlebnis vereinheitlichen

Nun will Khronos eine Arbeitsgruppe schaffen, die sich auf Standards und Richtlinien für die Produktion und Veröffentlichung digitaler Produkte speziell für XR einigen soll. Das Ziel: Virtuelle Produkte sollen über alle Plattformen und Geräte hinweg realistisch und einheitlich dargestellt werden, sodass ein Paar Schuhe oder ein Fernseher überall gleich aussehen: im Browser per WebVR, in der VR-App eines Händlers oder in der Smartphone-AR-Ansicht.

Zu den Initianten der Arbeitsgruppe gehören unter anderem Facebook, Google, Microsoft, Nvidia, Samsung, Qualcomm, Unity, Ikea, JD.Com und Wayfair.

“Die Zukunft des Einzelhandels und der Werbung ist immersiv”, sagt Unitys VR/AR-Botschafter Tony Parisi in einer Stellungnahme. “Diese Initiative soll eine globale Infrastruktur für Konsumenten schaffen, die vor dem Kauf per VR oder AR virtuell und in 3D mit Produkten interagieren wollen.”

Titelbild: Amazon, Quelle: Khronos

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