Apple stellte auf der eigenen Entwicklerkonferenz WWDC die dritte Version der Augmented-Reality-Software ARKit vor und demonstrierte die Technologie am Beispiel von Minecraft Earth.

Diesen Herbst erscheint iOS 13 zusammen mit ARKit 3. Die AR-Technologie für iPhones und iPads unterstützt neu Verdeckung (“People Occlusion”) und Ganzkörpererfassung (“Motion Capture”) für Personen – nur über die herkömmliche Smartphone-Kamera.

Die neue Verdeckungstechnologie ermöglicht, dass sich Menschen und digital eingeblendete Objekte gegenseitig visuell überlagern wie in der Realität. Steht zum Beispiel eine digitale Mauer im Raum und der Mensch tritt in der Realität dahinter, verschwindet er vom Smartphone-Bildschirm. Bislang hätte er durch die Mauer durchgeschimmert. Augmented Reality wird dadurch etwas realistischer.

Bei der Ganzkörpererfassung per Smartphone-Kamera werden Posen und Bewegungen in Echtzeit identifiziert. So kann zum Beispiel eine App mit dem eigenen Körper gesteuert werden.

Diese und weitere Verbesserungen von ARKit 3 sind hier dokumentiert.

Eindrucksvolle Smartphone-Mixed-Reality

Die neue AR-Technologie führte Apple mit Minecraft Earth vor. Zwei Mojang-Arbeiter zeigten zuerst, wie man mit einem iPhone und einem iPad gemeinsam mit ein- und derselben 3D-Miniaturversion der Minecraft-Spielwelt interagieren kann.

Die Kamera des iPads erkannte zudem die Armbewegungen der Frau und konnte sie auf ihren Minecraft-Avatar übertragen. In dem kurzen Ausschnitt sieht man auch, wie die digitalen Klötzchen die Spielerin korrekt verdecken.

In einer zweiten Szene wurde die Umgebung des Spiels in Lebensgröße auf die Bühne projiziert. Die Kamera des iPads erfasste die Bewegungen der Frau und stellte sie vor dem Hintergrund der digitalen Spielumgebung so dar, als wäre sie eine Spielfigur.

Die vollständige Minecraft-Präsentation ist im Video unten zu sehen. Die geschlossene Beta des AR-Spiels soll diesen Sommer starten. Bewerben kann man sich hier.

Ein AR-Baukasten und realistischere AR-Effekte

Mit dem ARKit 3 erscheinen zudem Reality Composer und RealityKit. Reality Composer ist eine App für das iPhone, iPad und den Mac, mit der Entwickler mit wenig 3D-Erfahrung interaktive AR-Erlebnisse kreieren können. In einer 3D-Modellbibliothek stehen hierfür fertige 3D-Objekte, Animationen und Sounds bereit.

Das RealityKit ist hingegen für AR-Entwickler gedacht, die besonders realistische Renderings, Animationen, Physik und Audio für ihre AR-Erfahrung verwenden möchten. Mehr Informationen zu Reality Composer und RealityKit gibt es hier.

Apples AR-Brille, die schon seit langem in Entwicklung sein soll, wurde auf der Pressekonferenz weder gezeigt noch angedeutet.

Titelbild: Apple (Screenshot)

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