Digitale Gesichtsmasken dank Künstlicher Intelligenz: Ist das jetzt hier schon die Zukunft oder was? Und ist das gut oder schlecht?

Mit Version 1.7 der Augmented-Reality-Software ARCore stellt Google Entwicklern die Schnittstelle “Augmented Faces” für realistische digitale Gesichtsmasken zur Verfügung, wie man sie aus Snapchat oder dem Facebook Messenger kennt.

An insgesamt 468 Punkten wird das Gesicht ausgemessen, damit es exakt digital überlagert werden kann und die Maske jedem Lächeln, Zwinkern oder Stirnrunzeln folgt.

Sogar Lichtreflexionen und Schatten sollen die Gesichtsmasken in Echtzeit wiedergeben, ebenso wie realistisches Make Up und Verdeckungseffekte, wenn das Gesicht einen Teil der digitalen Maske überlagert. In der folgenden Animation erkennt man das an der digitalen Brille.

Gesichtsscanning mittels Tensorflow

Für all das braucht es nur die Vorderkamera im Android-Smartphone und Künstliche Intelligenz. Im eigenen Blog beschreibt Google, wie KI-Methoden eine entscheidende Rolle spielen für die qualitativ hochwertige Darstellung der Digitalmasken.

Zwei neuronale Netze werden in Kombination geschaltet: Das erste Netz erkennt das Gesicht als solches und trennt es vom Hintergrund. Das zweite Netz vermisst dessen 3D-Oberfläche und legt das zuvor beschriebene Gitternetz darauf. Zugrundeliegend ist Googles KI-Software Tensorflow Lite, die für mobile Geräte optimiert ist.

Die Gesichtsmasken-Technologie wird derzeit bei YouTube Stories getestet. Dort ist sie für alle Kanäle mit mindestens 10.000 Abonnenten verfügbar.

Auch AR-Masken sind Gesichtsanalyse

Mal abgesehen davon, dass die KI-AR-Masken nettes Entertainment sind: Natürlich optimiert Google auf diesem Wege in harmlosen Anwendungsszenarien die eigene KI-Software für Gesichtsanalyse.

Im Gegensatz zu Microsoft oder Amazon verzichtet Google allerdings bewusst auf den Vertrieb von dedizierter Gesichtsanalyse-Software, bevor keine ethischen Regeln für deren Einsatz existieren. Das Überwachungspotenzial ist enorm.

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