Amazon gehört mit “Rekognition” zu den führenden Anbietern von KI-gestützter Gesichtsanalyse-Software. Jetzt reiht sich das Unternehmen ein in die Gruppe jener Konzerne, die Spielregeln vom Gesetzgeber fordern. Zuvor gab es reichlich Kritik.

Eine Bürgerrechtsorganisation, US-Abgeordnete, Mitarbeiter und sogar die eigenen Aktionäre: Sie alle kritisierten Amazon in den vergangenen Monaten wiederholt für den Verkauf der KI-gestützten Gesichtsanalyse-Software “Rekognition” an US-Behörden. Stein des Anstoßes war eine Untersuchung im Sommer 2018, die zeigte, dass die Software unter bestimmten Bedingungen dunkelhäutige Menschen schlechter identifiziert als weiße.

In dieser Auseinandersetzung zeigt Amazon jetzt, dass es die Kritiker zumindest wahrnimmt: In Amazons KI-Blog äußert sich Global-Policy-Manager Michael Punke über den Stand der Dinge bei Rekognition.

Würde die Software sachgemäß eingesetzt, schreibt Punke, identifiziere sie Menschen akkurat und reduziere im Vergleich zur manuellen Überwachung mögliche Vorurteile. Amazon verkaufe die Software seit zwei Jahren und habe in dieser Zeit keine Beschwerde über einen Missbrauch erhalten.

Amazons Richtlinien für Gesichtserkennung

Dennoch unterstütze Amazon die Entwicklung von Gesetzen für KI-Gesichtsanalyse, die den Schutz der Bürgerrechte im Sinn haben und den Einsatz der Technologie transparent machen.

In den vergangenen Monaten hätten Gespräche mit Kunden, Akademikern und Politikern über die Chancen und Risiken von KI-Gesichtserkennung stattgefunden.

Auf Basis dieser Gespräche entwickelte der Konzern ethische Richtlinien als Anreiz für politische Diskussionen.

  • KI-Gesichtserkennung muss sich nach existierenden Gesetzen und Bürgerrechten richten.
  • Beim Einsatz von KI-Gesichtsanalyse in der Strafverfolgung soll der…

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