Pflegepersonal in den USA soll künftig durch VR-Training auf der Oculus Quest für die Corona-Pandemie geschult werden.

Die beiden US-Unternehmen „Shift“ und „CleanBox“ möchten Pflegepersonal während der Corona-Pandemie helfen, sich in einem sicheren Umfeld auf neue Aufgaben vorzubereiten.

Ein VR-Programm soll Krankenhausmitarbeiter in Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen sowie dem Umgang mit sich selbst und Covid-19-Patienten schulen. Spezielle Reinigungs-Geräte für VR-Brillen (Vergleich) machen das VR-Training virenfrei und sicher.

Shift: Immersives Training zur schnelleren medizinischen Ausbildung

Ursprünglich für die Ausbildung von Lehrern konzipiert, passte Shift sein VR-Training aufgrund der aktuellen Weltlage an. Während der Covid-19-Pandemie seien die Anforderungen an Menschen im Gesundheitswesen gestiegen. Viele seien gezwungen, ihr Kernaufgabengebiet zu verlassen.

Die Schulungen von Shift sollen Pflegepersonal auf ihre neuen Aufgaben vorbereiten oder bereits erlerntes Wissen auffrischen. Eine Lehreinheit dauert etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten und soll wichtige Schlüsselfertigkeiten vermitteln.

Mit einer Oculus Quest (Test) lernen die Teilnehmer in der Virtual Reality, die richtige Schutzausrüstung auszuwählen und wie man sie an- und ablegt. Korrekte Handhygiene, die Pflege von Patienten und Covid-19-Testverfahren werden ebenfalls in der VR-Umgebung erlernt.

Das Training wurde in Zusammenarbeit mit der Nursing School der Universität Portland erstellt. Shift erhielt bei der Finanzierung Unterstützung des East Cascade Workforce Improvement Boards und der Facebook Foundation.

Sorgt ultraviolettes Licht für virenfreie VR-Brillen?

Damit Krankenhäuser und Hilfseinrichtungen ihre Mitarbeiter sicher in VR schulen können, müssen auch hier Hygiene-Standards eingehalten werden. Das soll mit den Reinigungsgeräten von CleanBox sichergestellt werden. CleanBox-Geräte werden bereits zur Reinigung von Mundschutz-Masken verwendet.

Die Desinfizierung mit CleanBox funktioniert folgendermaßen: Hängt die VR-Brille in der Box, trocknet sie gerichtete Luft mit hoher Geschwindigkeit und entfernt verbliebenen Schmutz. Danach dringt ultraviolettes Licht (UV-C-Licht) in die VR-Brille ein. Im UV-C-Bereich mit Wellenlängen zwischen 200 und 280 nm eliminiert es Bakterien, Schimmel, Sporen und eben Viren.

Das UV-C-Licht beschädigt während der Bestrahlung die DNA der Mikrobe. Zellen mutieren und hemmen das Wachstum. Je mehr Schaden an der DNA entsteht, umso weniger schädlich wird das Virus, bis es schließlich komplett eliminiert ist. Mit einem Spray wird anschließend eine superhydrophobe Nanobeschichtung auf die Oberfläche der VR-Brille aufgetragen.

15 Standorte in den USA sollen in VR geschult werden

Es wären allerdings weitere Studien nötig, um zu bestimmen, welche Dosis Corona-Viren auf verschiedenen Oberflächen eliminieren würde. CleanBox teste die Dosierung bereits. Das VR-Training von Shift befindet sich noch in der Beta-Phase.

Nach abschließenden Tests soll das VR-Training in Eugene, Crook County, Bend und Portland eingeführt werden. Insgesamt sollen innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen landesweit 15 Standorte mit jeweils fünf VR-Brillen ausgestattet werden.

Titelbild: Shift

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