In VR sollen Feuerwehrleute regelmäßig schnell und einfach Situationen üben, für die das Training in echten Umgebungen aufwendig oder sogar unmöglich ist.

Das 2017 gegründete australische Startup Flaim Systems hat sich auf eine Nische in der Nische spezialisiert: Es entwickelt Simluationen für das VR-Training von Feuerwehrleuten.

Die Trainierenden tragen einen Hitzeanzug, der hohe Temperaturen wie bei einem echten Brand simulieren kann. Der Anzug ist mit der VR-App synchronisiert, sodass er die Hitze passend zur Position und Entfernung des Feuers abgibt. Für kurze Momente sollen Spitzentemperaturen von bis zu 100 Grad möglich sein.

Auch der Feuerwehrschlauch wird in VR übertragen samt realistischer Haptik und Physik. Sensoren überwachen den Puls und die Atmung des Trainierenden.

“Der ganze Sinn von VR ist, dass wir Menschen in eine traditionell gefährliche Situation bringen, dass wir sie Entscheidungen treffen und Fehler machen lassen können”, sagt James Mullins, Gründer und CEO von Flaim Systems.

Laut Mullins hat das virtuelle Feuerwehrtraining außerdem beim Umweltschutz Vorteile, da die Feuerwehr nicht unnötig Wasser verbrauche oder mit Schaum und Rauch die Umgebung belaste.

VR-Projekt wird zum “Startup des Jahres” in Australien

2019 wurde Flaim Systems von einem Spitzengremium der australischen Informations- und Kommunikationstechnologiebranche als “Startup des Jahres” ausgezeichnet. Zwischen 2017 und 2019 wuchs das Unternehmen von zwei auf 18 Personen.

Noch ist die Trainingssoftware nicht für einen flächendeckenden Einsatz genehmigt. Die australische Country Fire Authority (CFA) führte 2019 einen Pilottest durch. Laut Greg Paterson, stellvertretender Geschäftsführer der CFA, könnte sich das VR-Training gerade in entlegenen Gebieten des Landes und für die Simulation von Buschbränden als nützlich erweisen.

Das Löschen von Buschfeuern kann in VR regelmäßig und gefahrlos trainiert werden - so können die Feuerwehrleute Routine aufbauen. Bild: Flaim Systems

In VR können Feuerwehrleute Buschfeuer regelmäßig und gefahrlos trainieren – so bauen sie Routine auf. Bild: Flaim Systems

“In VR können Freiwillige sich den gefährlichen Buschfeuerbedingungen aussetzen und in realistische Szenarien eintauchen, denen sie während der Ausbildung normalerweise nicht ausgesetzt wären”, sagt Paterson.

Generell scheint sich Training in VR als Anwendungsbereich für VR-Technologie zu etablieren. Laut einer Untersuchung aus dem Februar 2019 ist VR-Training das häufigste Einsatzgebiet in Unternehmen. Mehr zu VR-Training erfahrt ihr in unserem aktuellen Podcast.

Quelle: CNN; Titelbild: Flaim Systems

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