Mit Squanch Games schwenkt mal wieder ein VR-Spielestudio zurück zum traditionellen Monitor-Gaming. Des Geldes wegen.

Squanch Games wurde 2016 von Tonya Watson und Justin Roiland gegründet, dem Schöpfer der US-Animationsserie Rick & Morty. Aufgebaut wurde das Studio aus Begeisterung für Virtual Reality und mit dem Ziel, das neue Medium mit interessanten Experimenten und schrägem Humor voranzubringen.

Bekannte VR-Erfahrungen, an denen das Studio beteiligt war, sind zum Beispiel “Rick and Morty: Virtual Rick-Ality” und “Accounting”. Für das kürzlich erschienene “Trover Saves the Universe” für PC-Brillen und Playstation VR zeichnet das Studio selbst verantwortlich.

Laut Justin Roiland hatte er bei der Entwicklung des letztgenannten Titels eine Erleuchtung: Während der Testphase zeigte sich, dass das Spiel am traditionellen Monitor ebenso gut funktioniere wie mit der VR-Brille.

“Das war der große Moment für mich – wo ich dachte, heilige Scheiße, ich habe ein Videospielstudio mit all diesen talentierten Leuten”, sagt Roiland der Webseite PC Invasion.

VR: Im Optimalfall zweite Geige

Zukünftig will sich Squanch Games auf die Entwicklung traditioneller Monitorspiele fokussieren. VR kann weiter eine Rolle spielen – muss aber nicht. VR-exklusive Entwicklungen schließt Roiland aus.

Sein Studio habe Konzepte entwickelt über verschiedene Genres hinweg, aber keines dieser Spiele wird für VR entwickelt. “Bestenfalls werden sie für VR zweitverwertet”, sagt Roiland.

Hinter dieser Entscheidung stecken laut Roiland monetäre Zwänge: Müsste er keinen Profit machen, würde er wahrscheinlich weiter ausschließlich VR-Spiele entwickeln.

“Wir werden weiterhin VR-Kram machen – ich will das Medium nicht aufgeben. Aber als Studio müssen wir einen Gewinn erzielen. Wenn wir an einen Punkt kommen, an dem wir einen riesigen Hit haben, dann kannst du wetten, dass wir einen Haufen seltsamer VR-Spiele machen werden.”

Titelbild: Squanch Games

Weiterlesen über VR- und AR-Marktentwicklung:


MIXEDCAST #169: Deepfake-Hollywood und VR-Hoffnung Oberhausen | Alle Folgen


Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.