Das Phänomen Beat Saber geht weiter und profitiert wie viele andere VR-Spiele vom Erfolg von Oculus Quest 2.

Geht es nach Verkaufszahlen und Momentum, dann ist Beat Saber das, was man gemeinhin eine Killer-App nennen könnte: Die Kombination aus Spiel, Bewegung und Musik kann selbst Gaming-Laien dazu bringen, einige hundert Euro für eine VR-Brille (Vergleich) zu bezahlen.

Und mit mehr als vier Millionen verkaufter Einheiten (Quest, PC, PSVR) ist Beat Saber nicht nur das meistverkaufte, sondern auch das meistgespielte VR-Spiel. Das zeigt sich in monatlichen Spielerstatistiken wie denen bei Steam und in mehr als 40 Millionen Songs, die Beat-Saber-Spieler als bezahlten Inhalt nachkauften.

Hinzu kommt: Die Verkaufsstatistiken bei Beat Saber zeigen seit der Veröffentlichung im Mai 2018 kontinuierlich nach oben, da dank günstigerer und autarker VR-Brillen wie Oculus Quest mehr potenzielle Kundschaft auf dem Markt ist. Und die kaufen zuerst: Beat Saber.

Facebook hatte also einen guten Grund, als es die Beat-Saber-Entwickler Ende 2019 aufkaufte. Und der Erfolg von Beat Saber – gerade im starken Kontrast zur Performance traditioneller Spielemarken am PC – dürfte Facebooks weitere VR-Vermarktungsstrategie maßgeblich beeinflussen.

Oculus Quest hebt alle Boote

Der relative Erfolg von Facebooks autarker VR-Brille Oculus Quest hilft neben Beat Saber auch anderen Entwicklerstudios zu höheren Verkaufszahlen: Laut Facebook konnten bislang neben Beat Saber fünf weitere VR-Spiele die Zehn-Millionen-Umsatzmarke knacken.

Mehr als 60 Titel auf der Quest Plattform konnten bis Februar 2021 mehr als eine Million US-Dollar Umsatz erzielen. Bemerkenswert ist hier insbesondere das Wachstum der letzten Monate: Im September 2020, also noch vor dem Marktstart von Oculus Quest 2 (Test), lag die Zahl der Millionen-Seller noch bei rund 35 Titeln.

Oculus Quest 2 verlieh dem VR-Markt noch mal einen Wachstumsschub. | Bild: Facebook

Oculus Quest 2 verlieh dem VR-Markt noch mal einen Wachstumsschub. | Bild: Facebook

Verkaufszahlen für Oculus Quest 2 nennt Facebook wie gehabt nicht. Die Erfolgskommunikation richtet sich in erster Linie an Entwickler, die sich dem VR-Ökosystem anschließen sollen. Analysten gehen davon aus, dass Facebook im vierten Quartal 2020 rund eine Million Quest-2-Brillen verkaufen konnte.

In Deutschland wird Oculus Quest 2 nicht verkauft, daran dürfte sich zeitnah nichts ändern: Gerade eben erst weitete das Bundeskartellamt ein Missbrauchsverfahren gegen Facebook wegen Oculus aus. Es geht um die Verwertung der anfallenden Nutzungsdaten und der Verschränkung zwischen Oculus- und Facebook-Account.

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