Mit HistoryMaker VR will das VR-Entwicklerstudio Schell Games den Geschichtsunterricht aufpeppen: Schüler schlüpfen in die Rolle von berühmten Personen und tragen ihre Reden vor.

Geschichtsbücher wälzen kann dröge sein, wenn man an Fortnite und TikTok gewöhnt ist. Die VR-Pioniere von Schell Games (Interview) möchten mit HistoryMaker VR Geschichte daher unterhaltsam und spielerisch vermitteln: Die VR-App versetzt Schüler in die Rolle historischer Persönlichkeiten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Dieses Hineinversetzen in den Charakter soll den Lernerfolg fördern – selbst erlebt bleibt eher im Gedächtnis als selbst gelesen, so die Theorie.

Reden rezitieren in HistoryMaker VR

In HistoryMaker VR können Schüler passende Kulissen und Requisiten sowie eine von insgesamt acht historischen Figuren auswählen, die zwischen dem 18. Jahrhundert und heute gelebt haben beziehungsweise leben.

Mit dabei sind etwa US-Gründervater Benjamin Franklin, der spätere Präsident Abraham Lincoln, Schriftsteller Mark Twain und die Juristin Sonia Sotomayor, die heute noch ein Amt als Richterin am obersten Gerichtshof der USA innehat.

Haben sich Lehrer und Schüler für die Verkörperung einer geschichtsträchtigen Persönlichkeit entschieden, können sie deren berühmte Reden importieren und vortragen.

Bei der Darbietung hilft ihnen ein Spiegelmodus, der dem VR-Avatar den virtuellen Spiegel vorhält, sodass jede kleine und große Geste passend einstudiert werden kann. Dass sich Schüler so ganz gezielt in die verschiedenen Persönlichkeiten hineinversetzen, soll den Lerneffekt verstärken.

Funktionen für Content Creator und Lehrer

HistoryMaker VR konserviert die Übungen: Jede Darbietung kann in der App aufgenommen und exportiert werden. Dadurch ist es beispielsweise möglich, filmreife Reden als Video im Klassenraum oder in sozialen Netzwerken vorzuführen – oder den eigenen Fortschritt über mehrere Reden hinweg zu dokumentieren.

Lehrer können ihren Schülern über eine VR-freie Desktop-App unter die Arme greifen und auf vorgefertigte Lernpläne für Klassenräume zugreifen.

Angefertigte Aufnahmen lassen sich gleich in HistoryMaker VR wiedergeben und aussortieren. | Bild: Schell Games

Die Aufnahmen können im HistoryMaker VR abgespielt und so geteilt werden. | Bild: Schell Games

Zur Ansprache passende Kulissen können direkt in der App eingestellt werden, dank Greenscreen-Option können Lernende auch eigene Hintergründe einfügen.

HistoryMaker VR erscheint am 13. August 2020 für Oculus Rift und Oculus Rift S bei Steam und kostet rund zehn US-Dollar. Lehrkräfte sollen die App kostenlos in ihre Klassenräume bringen dürfen.

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