VR-Brillen: Das Formfaktor-Limit scheint erreicht

VR-Brillen: Das Formfaktor-Limit scheint erreicht

Neuartige Linsen werden VR-Brillen schmaler und leichter machen. Doch danach scheint erst mal Schluss.

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VR-Brillen haben seit ihrem erneuten Aufkommen vor zehn Jahren mehr oder weniger die gleiche Form: Das Gehäuse ist ein großer, schwerer Kasten, der weit vor das Gesicht ragt. Das sieht nicht nur doof aus, es ist auch unbequem nach einer Weile.

Pancake-Linsen versprechen Abhilfe. Mit ihnen kann man den Abstand zwischen Display und Linse erheblich reduzieren, was in einem weitaus schmaleren Formfaktor resultiert.

Die Vive Flow (Test) hat bereits Pancake-Linsen verbaut und Metas kommendes Cambria-Headset (Infos) nutzt sie ebenfalls. In den kommenden Jahren könnte die neue Optik zum Industriestandard werden und mit ihnen ein neuer VR-Brillenformfaktor.

Junge Frau trägt Vive Flow VR-Brille

Eine junge Dame trägt HTC Vive Flow. Die Rechentechnik und Energie liefert ein Zuspieler, daher das dünne Profil.  | Bild: HTC

Formfaktor: Wie viel besser geht noch?

Wie es von da aus weitergehen könnte, zeigte Meta letzte Woche. Der Prototyp Holocake 2 ist die schlankeste und leichteste VR-Brille, die Meta je gebaut hat. Das voll funktionsfähige PC-VR-Headset soll demonstrieren, in welche Richtung sich VR-Geräte der nächsten Generation in puncto Formfaktor entwickeln könnten.

Der Holocake-2-Prototyp mit ultradünnem Profil

Holocake 2 von der Seite betrachtet. | Bild: Meta

Holocake 2 nutzt eine holografische Linse und spart damit noch mehr Raum im Gehäuse als herkömmliche Pancake-Optik. Das Resultat ist eine weitere Verbesserung in Sachen Form und Gewicht.

Allerdings fehlt dem Prototyp wohl die Recheneinheit, eine Kühllösung, die Batterie und andere Elektronik für den autarken Betrieb. Enorm viel schmaler und leichter als Cambria dürfte ein auf holografischen Linsen basierendes VR-Headset demnach nicht werden.

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Cambria und Holocake 2: Die Formgewinne werden kleiner

Auch im direkten Fotovergleich ist kein so großer Sprung in Sachen Formfaktor zwischen Cambria und Holocake 2 festzustellen. Letzteres Gerät wirkt im unteren Foto wuchtiger als auf dem Bild oben, weil die Lichtabschirmung hinzukommt – ein Bauelement, das für Virtual Reality unverzichtbar ist.

Zukünftige Formgewinne dürften eher in anderen Bereichen stattfinden als bei Display und Linsen und mit der Zeit immer geringer ausfallen.

Zwei Fotos, die Zuckerberg einmal mit Cambria, einmal mit Holocake 2 zeigen.

Das obige Bild zeigt Zuckerberg mit der autarken Project Cambria, das untere mit der PC-VR-Brille Holocake 2. | Bild: Meta

Erster Tester zeigten sich dennoch beeindruckt vom Formfaktor der Holocake 2, dem Umstand, dass der weit hinausragende, unförmige Kasten vor dem Gesicht fehlt.

Der Prototyp repräsentiert den Stand der Technik, zumindest in Metas Forschungslaboren. Ein Wermutstropfen ist, dass holografische Linsen weit entfernt sind von der Vermarktung: Zuckerberg machte klar, dass die Technologie nicht in den „nächsten paar Geräte-Generationen“ erscheint.

Was danach kommt, lässt sich noch nicht absehen und wird noch mehr Zeit in Anspruch nehmen.