HTCs Vive Pro mit integriertem Eye-Tracking-System besteht den FCC-Test.

Die US-Strahlenschutzbehörde FCC gibt grünes Licht für den Marktstart von Vive Pro Eye, der Vive-Pro-Brille mit integrierter Augenverfolgung. Vive Pro Eye wird zwar nicht namentlich erwähnt, allerdings entspricht die zertifizierte Hardware Vive Pro, jedoch mit einer neuen FCC ID: Vive Pro hatte 2Q29100, das neue Gerät wird unter 2Q29200 geführt – ein Hinweis, dass es sich um eine Vive-Pro-Variation handelt. Die schematische Darstellung zur neuen VR-Brille ist ebenfalls dieselbe wie seinerzeit bei Vive Pro, abgesehen von der Beschriftung.

Vorgestellt wurde die Eye-Tracking-Brille auf der CES 2019 Anfang Januar. Der Preis ist noch nicht bekannt, wahrscheinlich wird das Gerät ein gutes Stück teurer als das Originalmodell Vive Pro. Das liegt derzeit bei 880 Euro ohne das für den Betrieb notwendige Zubehör. Vive Pro wird nach Erscheinen von Vive Pro Eye im zweiten Quartal 2019 weiterhin verkauft.

Vive Pro doch für Gamer?

Laut HTC richtet sich Vive Pro Eye speziell an Unternehmen, auf der Webseite ist die Rede von den “anspruchsvollsten professionellen Nutzern”. Unter anderem sollen dank Eye-Tracking VR-Trainings besser ausgewertet werden können.

Allerdings zeigt HTCs Werbeseite auch eine Spielbild, im begleitenden Text heißt es: “Nimm einfach Dein Ziel ins Visier und ziele mit Präzision. Dabei ist es nicht einmal erforderlich, die Controller auf das Ziel zu richten! Aktionen können schneller und intuitiver als je zuvor ausgeführt werden.”

So ganz auf eine Zielgruppe möchte sich HTC offenbar noch nicht festlegen – oder es darf halt nur während der Arbeitszeit gezockt werden.

Den Gegner im Visier dank Eye-Tracking? Für HTC ist das offenbar ein Thema.

Den Gegner im Visier dank Eye-Tracking? Für HTC ist das offenbar ein Thema. Bild: HTC

Vive Pro Eye wird auch das sogenannte Foveated Rendering unterstützen, ein spezielles Renderverfahren, bei dem nur der Inhalt mit maximalen grafischen Details dargestellt wird, den der Brillenträger gerade ansieht. Im peripheren Sichtfeld, wo es ohnehin nicht auffällt, werden Auflösung und visuelle Effekte reduziert.

Das verbessert den grafischen Gesamteindruck bei einem geringerem Rechenaufwand. Für Spieler ist das eine sehr attraktive Funktion – allerdings auch für Unternehmen.

Auf der CES 2019 konnte Heise-Redakteur Jan-Keno Janssen den speziellen Rendermodus testen und war positiv überrascht: “In der Praxis spürt man den Trick minimal, wirklich störend ist er nicht – und die detaillierten Bildbereiche sahen in der Demo wirklich beeindruckend echt aus.” Die Augenerfassung soll “fast ohne spürbare Latenz” funktionieren.

Das Eye-Tracking-System kommt vom schwedischen Hersteller Tobii. Das Unternehmen positionierte sich zuletzt deutlich zum Thema Eye-Tracking und Datenschutz.

Via: Road to VR, Titelbild: HTC

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