Virtuix nimmt mit seinem neuen Laufband wieder Endverbraucher in den Blick.

Das 2013 gegründete Start-up Virtuix finanzierte seine ersten Laufbänder mit einer Kickstarter-Kampagne und schwenkte später auf den Arcade-Markt um, da sich VR-Brillen nur schleppend verkauften.

Mehr als 3.500 Geräte soll Virtuix weltweit an Vergnügungsparks und Spielhallen verkauft haben und auf diese Weise an über 500 Standorten mit Produkten vertreten sein. Nun unternimmt Virtuix einen erneuten Versuch, seine Geräte in Privathäuser zu bringen.

Das Produkt, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll, heißt Omni One. Das neue Laufband funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie die teurere Arcade-Version Omni Pro: Der Nutzer rutscht mit Spezialschuhen über einen kreisrunden Sockel, wobei die Bewegungen erfasst und in die Virtual Reality übertragen werden.

Omni One bietet mehrere Vorteile gegenüber dem älteren Gerät: Anstatt in einen ringförmigen Laufstall zu steigen, schlüpfen VR-Nutzer in eine ärmellose Weste, die über einen beweglichen Arm an dem Sockel befestigt ist. Dieses Sicherheitssystem erlaubt mehr Bewegungsfreiheit: VR-Nutzer können jetzt knien, rückwärts gehen und springen.

Das Laufband ist mit einem Durchmesser von 1,2 Meter zudem kompakter und leichter und kann zusammengelegt und verstaut werden.

Mit oder ohne VR-Brille

Omni One soll 2021 in zwei Versionen auf den Markt kommen: Die herkömmliche Version wird 1.995 US-Dollar kosten, beinhaltet eine autarke VR-Brille und wird als in sich geschlossenes Unterhaltungssystem vermarktet.

Bei der VR-Brille muss es sich nicht um die im Trailer gezeigte Pico Neo 2 handeln. Virtuix hat noch nicht entschieden, welches Gerät beigelegt wird. An Nutzer, die bereits eine VR-Brille besitzen, will Virtuix ein “Dev Kit” zu einem Preis von 995 US-Dollar verkaufen. Die werden zum Betrieb einen separaten PC benötigen.

Zum Marktstart sollen im dedizierten Store rund 30 Spiele zur Verfügung stehen. Wie es um die Kompatibilität mit bestehenden VR-Plattformen steht, ist nicht bekannt.

Zwei Laufbänder buhlen um VR-Enthusiasten

Vor dem Verkauf startet Virtuix eine Finanzierungskampagne. Privatpersonen, die in der ersten Woche 1.000 US-Dollar in das Unternehmen investieren, erhalten 40 Prozent Rabatt auf die teurere Version der Omni One, ansonsten lediglich 20 Prozent Rabatt. Investoren erhalten außerdem Anteile am Unternehmen und werden bei der Auslieferung bevorzugt behandelt.

Neben Virtuix bringt das Start-up Kat VR ebenfalls ein Laufband für Heimnutzer auf den Markt. Eine sommerliche Kickstarter-Kampagne für das Kat Walk C genannte und funktional sehr ähnliche Laufband verlief erfolgreich. Die ersten Geräte sollen diesen Monat an Unterstützer versandt werden. Der Preis des Kat Walk C liegt mit 999 US-Dollar auf dem Niveau des Omni One Dev Kits.

Titelbild: Omni

Weiterlesen über VR-Fortbewegung:

steady2

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.