Virtuelle Wesen: Magic Leap-Gründer zeigt ersten Kurzfilm

Virtuelle Wesen: Magic Leap-Gründer zeigt ersten Kurzfilm

Bei Magic Leap scheiterte Rony Abovitz mit dem Versuch, AR-Brillen als Smartphone-Ersatz in den Massenmarkt zu bringen. Bei seinem neuen Start-up fokussiert er sich auf die Schnittstelle zwischen Story und Technologie und möchte eine neue Form des interaktiven Storytellings schaffen.

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„Sun and Thunder“ heißt Abovitz‘ Start-up, das mit glaubhaften KI-Charakteren interaktives Storytelling bereichern will. Die virtuellen Wesen sollen eines Tages eine eigene Intelligenz besitzen, mit der sie ihre Erzählungen selbstständig vorantreiben und mit den Zuschauenden interagieren können.

Das kann man sich wohl so ähnlich vorstellen wie einen Autor, der beim Aufschreiben seiner Geschichten innerlich mit seinen Charakteren spricht – nur, dass er dann tatsächlich eine Unterhaltung führt.

Virtuelle Wesen als Produktionspartner ihrer eigenen Inhalte

Zehn bis 15 Jahre will sich Abovitz nehmen für diese Langzeitvision und sich seinem großen Ziel schrittweise nähern. „Unser Pinocchio hat im Moment noch Fäden. Aber mit der Zeit schneiden wir diese Fäden über 10 bis 15 Jahre hinweg immer weiter ab. Unser Pinocchio wird in einem Film in der Welt sein und wird auch mit uns zusammenarbeiten, um Dinge zu erschaffen. Wir schaffen unsere Mitgestalter“, sagte Abovitz bei der Vorstellung seines neuen Projekts Anfang des Jahres.

Abovitz kündigte für 2021 eine Reihe von Kurzfilmen an, die sein Konzept und seinen ersten Charakter, Jako Vega aka Yellow Dove, vorstellen. Der erste dieser Kurzfilme „Yellow Dove – Misbeliever“ ist nun erschienen.

Das erste virtuelle Wesen Jako Vega bezeichnet Abovitz als Mitglied des Sun and Thunder-Teams und als „Mitschöpfer und Reisenden durch eine Reihe miteinander verbundener Sun and Thunder-Storywelten“. Er sei ein Musiker und der erste Künstler von „Sun and Thunder Records“.

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Abovitz will Story und Zukunftstechnologie im Einklang entwickeln

Die Kurzvideos sollen neugierig machen auf weitere Inhalte. Der Song im Video wurde von Abovitz geschrieben, auch wenn er den erfundenen Charakter als Urheber angibt: Jakob Vega sei Teil des Teams, im Film übernimmt er die Rolle von Yellow Dove.

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Der Film ist für Abovitz Ausgangspunkt, der seiner Plattform „TREX101“ die notwendigen Daten liefert, um zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Technologie reif ist, virtuelle Wesen zu trainieren: „Die Plattform nimmt auf, was gemacht wird, und sie nimmt auf, was sie tun soll, und dann wird sie ihrem empfindungsfähigen Xverse und synthetischen Wesen beibringen, was zu tun ist.“

XVerse ist ein Begriff, den Abovitz in seiner Metaverse-Definition verwendet. Zur Trex101-Plattform gibt es keine technischen Details. Abovitz‘ Beschreibung klingt aber schwer danach, dass er mit generativer KI für Multimedia experimentiert.

Die Yellow Dove-Filme sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch für VR und AR erscheinen. „Wir versuchen wirklich, das Gefühl zu vermitteln, dass eine Figur aus einem Märchenbuch oder einem Film lebendig geworden ist. Und wir wollen, dass dieser Übergang nahtlos ist“, sagt Abovitz.

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