Arbeitsplatz der Zukunft: Varjo zeigt 3D-Interface „Workspace“

Arbeitsplatz der Zukunft: Varjo zeigt 3D-Interface „Workspace“

Die Entwicklerversion der Profi-Brille Varjo XR-1 ist seit kurzem im Handel erhältlich. Nun folgt das dazugehörige Interface, die XR-Arbeitsumgebung „Varjo Workspace“.

Die XR-1 richtet sich preislich an Unternehmen und professionelle Designer: Rund 10.000 Euro ruft das finnische Startup Varjo für die Mixed-Reality-Brille auf, die mittels zweier integrierter Kameras die Außenwelt aufzeichnet und auf die Displays streamt.

Das Ergebnis ist eine Durchsicht-Augmented-Reality mit weitem Sichtfeld, anders als bei den transparenten Wellenleiterdisplays der Hololens 2 und Magic Leap 1. Dafür drückt die Varjo-Brille stärker gegen das Gesicht und der Videostream wirkt nicht so weich und natürlich wie der Blick durch transparentes Glas.

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Das Besondere an Varjo-Geräten ist das sogenannte Fokusdisplay, das ein sehr hochauflösendes Bild in der Sichtfeldmitte bietet (siehe Varjo VR-1 im Test). Für die Bildperipherie ist allerdings ein herkömmliches Display zuständig. Knackscharf ist das Bild folglich nur, wenn man geradeaus blickt.

Varjo Workspace

Virtuelle Bildschirme einblenden? Kein Problem mit Workspace. BILD: Varjo

Nur noch in der Mixed Reality arbeiten?

Wer eine XR-1 kauft, übernimmt zusätzliche Kosten im Umfang von 2.000 Euro für Software und Support. Im Software-Paket ist nun die maßgeschneiderte Mixed-Reality-Arbeitsumgebung „Varjo Workspace“ enthalten. Die fügt klassische 2D-Anwendungen in Form virtueller Monitore nahtlos in die Augmented-Reality-Durchsicht der XR-1 ein.

CAD-Profis und Spielentwickler können mit Workspace ihre 3D-Modelle aus Autodesk oder Unity heraus in den physischen Raum projizieren und begutachten. Damit will Varjo eines Tages die Arbeit am Monitor komplett ersetzen.

Das dürfte zurzeit noch nicht gelingen: Zum einen drückt die Brille gegen das Gesicht, zum anderen muss man für ein scharfes Bild stets geradeaus blicken. Da man den Kopf deshalb ständig drehen muss, sind Nackenschmerzen vorprogrammiert.

Facebook bietet mit Oculus Dash und Oculus Desktop seit zwei Jahren eine ähnliche Funktion für Oculus Rift (S), allerdings nur für Virtual Reality. Mit der XR-1 kann man beliebig zwischen VR- und AR-Sicht wechseln. Das gibt dem virtuellen Arbeiten eine neue Dimension.

Titelbild und Quelle: Varjo

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