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Valve: Virtual Reality hat keine Priorität mehr – Bericht

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  • Stellungnahme von Valve hinzugefügt
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Update vom 3. Dezember 2021:

Valve hat auf die Gerüchte reagiert und eine Stellungnahme veröffentlicht:

„Man sollte die Berichterstattung von Tyler McVicker mit einer gesunden Portion Skepsis betrachten. Wir halten es für wichtig zu betonen, dass Tyler zwar ein leidenschaftlicher Gamer ist, aber keine Insider-Informationen darüber hat, was bei Valve vor sich geht. Wie ihr wisst, kommen alle wichtigen Ankündigungen zu Projekten, an denen wir arbeiten oder nicht arbeiten, direkt von uns.“

McVicker reagierte auf Valves Stellungnahme mit einem weiteren Youtube-Video. Darin stellt er klar, dass seine Citadel-Spekulationen auf Funde in Steam-Dateien zurückgehen. Nur der Umstand, dass Valve nicht an HL3 arbeitet, stamme aus Insiderquellen.

Ursprünglicher Artikel vom 29. November 2021:

Seit Half-Life: Alyx tat sich bei Valve kaum etwas in Richtung VR. Gerüchten zufolge liegen die VR-Projekte praktisch auf Eis.

Der Youtuber Tyler McVicker berichtet seit vielen Jahren über Valve, hat Zugang zu unternehmensnahen Quellen und sagte lange vor der offiziellen Ankündigung voraus, dass Half-Life: Alyx (Test) kommt. In seinem jüngsten Youtube-Video beschäftigt sich McVicker mit dem aktuellen Stand der Half-Life-Projekte.

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In Sachen Virtual Reality hat er nichts Gutes zu berichten: Valve sei ernüchtert, was die Entwicklung der PC-VR-Plattform SteamVR betrifft und große Teile des Unternehmens hätten sich von Virtual Reality abgewandt. Der Fokus liege nun auf der portablen Spielkonsole Steam Deck, die Anfang nächsten Jahres erscheint.

Half-Life 3? Eher nicht.

Selbst wenn es recht plausibel klingt, was der Youtuber über Valves Interna erzählt, so gilt dennoch: McVicker ist keine offizielle Quelle, weshalb man seinen Bericht mit Vorsicht genießen sollte.

In seinem Video kommt der Youtuber zunächst auf Half-Life 3 zu sprechen und dämpft gleich die Hoffnungen: Ein klassischer Ego-Shooter, der mit Maus und Tastatur gespielt wird und Gordon Freemans Geschichte fortsetzt, sei derzeit nicht in Entwicklung. Aktuell experimentiere eine „sehr kleine Gruppe“ an einem solchen Projekt, das intern auf wenig Wertschätzung treffen soll.

Postapokalyptisches Panorama mit Zombieleiche

Half-Life: Alyx: Ein VR-Meilenstein, doch kein Game-Changer für PC-VR. | Screenshot: Valve / MIXED

Dieses Gerücht klingt glaubwürdig, zumal Valve selbst angedeutet hat, dass es die Reihe nur dann fortsetzen würde, wenn das Ergebnis ein radikal neues Spielerlebnis wäre – weshalb Valve auch das VR-exklusive Half-Life: Alyx entwickelte. Eine Rückkehr zu Maus und Tastatur für Half-Life 3? Das ist unwahrscheinlich.

Citadel: VR-Modus könnte wegfallen

Dennoch ist laut McVicker ein großes neues Half-Life-Projekt in Entwicklung. Der Koop-Mehrspielertitel mit Codenamen Citadel ist anders als Half-Life: Alyx kein neuer Serienteil, aber im Half-Life-Universum angesiedelt.

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Citadel sei eine Mischung aus Ego-Shooter und Echtzeitstrategie, werde für das Steam Deck optimiert und solle das technische Potenzial des Handhelds offenlegen. „Stell dir vor, Left 4 Dead, Alien Swarm, Echtzeitstrategie und Half-Life hätten ein Baby“, sagt der Youtuber. Die Zukunft von Half-Life? Sie läge in Citadel, das in den nächsten eineinhalb bis zwei Jahren erscheinen soll.

Wer die Citadel-Gerüchte verfolgt hat, weiß: Das Koop-Spiel war ursprünglich als asymmetrischer Titel geplant, den VR- und PC-Spieler:innen gemeinsam spielen. Laut McVicker könnte Valve die VR-Komponente gänzlich fallen lassen, weil das Unternehmen an Virtual Reality zweifelt.

Nur noch kleine Teams arbeiten an VR

Valve habe mit Half-Life: Alyx zeigen wollen, wozu PC-VR in der Lage sei, sagt McVicker. Das Ziel sei gewesen, die Geschicke des Markts zugunsten von PC-VR zu drehen, was jedoch nicht gelang, da die Einstiegshürden zu groß sind. Wer Half-Life: Alyx spielen möchte, benötigt neben einer VR-Brille einen schnellen Rechner.

Meta habe einen Großteil der guten VR-Studios aufgekauft (bislang sechs an der Zahl) und biete die Quest 2 zu einem konkurrenzlos tiefen Preis an, weshalb die meisten VR-Spieler:innen in Metas Ökosystem abwandern. „Meta spielt ein schmutziges Spiel und Valve will gar nicht mehr spielen“, resümiert McVicker.

Aufgrund der „wachsenden internen Enttäuschung“ hinsichtlich PC-VR und wegen des großen Interesses am Steam Deck habe sich der Fokus des Unternehmens verschoben. Hard- und Softwareentwicklung für SteamVR habe keine Priorität mehr. Es gebe Berichte, wonach Angestellte, die an VR-Projekten arbeiteten, Valve verlassen hätten, um Virtual Reality anderweitig voranzutreiben.

Neue VR-Brille „Jahre entfernt“

Eine neue autarke VR-Brille (siehe Valve Deckard) sei zwar weiter in Entwicklung, deren Launch sei aber Jahre entfernt, weil sich das Team derzeit aufs Steam Deck konzentriert. Wegen dieses neuen Firmenfokus würden immer weniger Leute an der neuen VR-Hardware arbeiten.

Für Deckard sei ein VR-Spiel mit Codenamen HLX in Entwicklung, das das grafische Gerüst von Half-Life: Alyx nutzt und die Leistung der autarken VR-Brille demonstrieren soll.

Laut McVicker steckt das Spiel in einer frühen Testphase und habe noch keine Story. Die Gruppe, die an HLX arbeitet, sei winzig und könne sich, wenn es schlecht läuft, schon bald auflösen. Der Großteil des Teams, das Half-Life: Alyx möglich machte, arbeite nun am Steam Deck und in kleinerem Maße an Citadel.

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