2021 will das US-Militär zum ersten Mal eine stark modifizierte Version der Microsoft Hololens im Feld einsetzen. Drei Soldaten erzählen von ihren Erfahrungen mit der AR-Brille und schildern, wie sie die Kriegsführung verändern könnte.

Im Oktober fand auf dem Gelände der Militärbasis Fort Pickett der erste Belastungstest für die hochentwickelte Militärtechnologie statt: In einer 72-stündigen Kampfsimulation mussten die Soldaten mit Hilfe der IVAS-Brille (“Integrated Visual Augmentation System”) einen feindlichen Schützengraben orten und ausheben.

Das am Helm befestigte Gerät wird via Bluetooth mit einem neuartigen Waffenvisier verbunden und zeigt im Sichtfeld der Soldaten ein digitales Fadenkreuz für schnellere Zielerfassung an.

“Man muss sich daran gewöhnen. Für jemanden, der mit Waffen Erfahrung hat, ist das ziemlich fremd”, sagt Sgt. Sam Crawford, der mit seiner Comanche-Kompanie der zweiundachtzigsten Luftlandedivision an der Übung teilnahm, gegenüber Military.com. “Man zielt anders mit der Waffe als normal. Ich klemmte den Hinterschaft unter den rechten Arm. Es sah aus wie in einem Rambo-Film.”

Die Zielerfassung soll präzise Treffer auf große Distanzen ermöglichen. “Man schießt, als nutzt man einen Infrarotlaser”, sagt Lt. Nicholas Christopher, ein Platoon-Leiter der Kompanie. “Ich traf Ziele in bis zu 300 Meter Entfernung und viele meiner Jungs taten das auch.”

US-Militär mit AR-Brille: “Wie aus einem Videospiel” was last modified: Dezember 6th, 2020 by Tomislav Bezmalinovic

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