TPCast kündigt auf der CES die zweite Generation Wireless-Lösungen für VR-Brillen an. Sie hört auf den Namen “TPCast Air” und ist für das Streamen von SteamVR-Titeln auf autarke Geräte wie Oculus Go und Oculus Quest ausgelegt. Davon dürften in erster Linie Betreiber von VR-Arcades profitieren: Sie können in Zukunft auf teure Rucksack-PCs verzichten.

Die erste Generation der Wireless-Adapter übertrug Bild und Ton von PC-VR-Spielen drahtlos und mit geringer Latenz auf VR-Brillen wie HTC Vive und Oculus Rift und machte damit das Kabel zum PC überflüssig (siehe Testbericht). Die zweite Generation leistet das Gleiche mit autarken VR-Brillen.

Damit will Tpcast das Beste zweier Welten verbinden: die höhere Mobilität, den niedrigeren Preis und die einfachere Handhabe der autarken Geräte mit der Leistungsfähigkeit eines PCs.

Zuerst Oculus Go, dann Oculus Quest

Das Streaming läuft über ein herkömmliches Wi-Fi-Netzwerk und nutzt einen von Tpcast eigens entwickelten Codec. Die Wireless-Lösung soll mit allen SteamVR-Apps kompatibel sein.

Zum Marktstart wird Oculus Go unterstützt. Facebooks Budget-Brille bietet lediglich drei Freiheitsgrade für Kopf und Hände sowie einen einfachen Dreh- und Zeigecontroller. Damit dürfte das Potenzial des SteamVR-Streamings nur bedingt ausgereizt werden.

Interessanter dürfte daher die Unterstützung von Oculus Quest sein, die Tpcast später nachreichen will. Die autarke VR-Brille bietet die gleiche Bewegungsfreiheit für Kopf und Hände wie Oculus Rift und HTC Vive.

Unterstützung von Mehrspielerszenarien

Tpcast vermarktet die Streaming-Lösung unter dem Namen “Tpcast Air for Enterprise” und peilt in erster Linie Unternehmen und Betreiber von VR-Arcades als Zielgruppe an.

Das Produkt ist für Multinutzerszenarien ausgelegt:  So sollen sich VR-Nutzer in der gleichen virtuellen Welt begeben und miteinander interagieren können.

Damit dürfte TPCast Mehrspielszenarien ermöglichen wollen, wie sie Oculus auf der Oculus Connect 5 am Beispiel einer eigens entwickelten Arena-Version von Dead and Buried vorführte. Eine von Tpcast mitgelieferte Software soll Systemadministratoren Werkzeuge an die Hand geben, mit denen die Multinutzererfahrung verwaltet und optimiert werden kann.

Wie viel Tpcast Air kostet und wann die Streaming-Lösung erscheint, ist nicht bekannt. Oculus experimentiert laut John Carmack ebenfalls mit WLAN-Streaming für Oculus Quest.

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Titelbild: TPCast, Bild: UploadVR


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