Drahtlos-VR: Neue Qualcomm-Chips ermöglichen besseres WLAN-Streaming

Drahtlos-VR: Neue Qualcomm-Chips ermöglichen besseres WLAN-Streaming

Qualcomm hat eine Chipsatz-Produktfamilie vorgestellt, die auf dem neuen Wi-Fi-Standard IEEE 802.11ay beruht. Laut dem Chiphersteller sollen Durchsätze jenseits von zehn Gigabit pro Sekunde erreicht werden. Die Technologie dürfte über kurz oder lang bessere Drahtlos-VR für mobile und stationäre Geräte ermöglichen.

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Mit der Modellreihe QCA64xx bringt Qualcomm die ersten Wi-Fi-Chipsätze auf den Markt, die der 11ay-Norm entsprechen. Der Wi-Fi-Standard ist noch nicht finalisiert und soll Ende 2019 von der Wi-Fi-Alliance endgültig ratifiziert werden. Erste Produkte könnten schon vorher erscheinen, da sich bei den Spezifikationen nur noch Details ändern dürften und Qualcomms Chipsätze ab sofort erhältlich sind.

Die Chips funken im 60-Gigahertz-Band wie Geräte des schon etwas älteren 11ad-Standards. Der Vive Wireless Adapter nutzt letztere, auch als WiGig bekannte Wi-Fi-Norm.

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Der Vorteil von IEEE 802.11ay gegenüber IEEE 802.11ad ist eine höhere Bandbreite (bis zu 44 Gigabit statt bis zu 7 Gigabit pro Sekunde) und die Möglichkeit, über weitere Distanzen zu funken (laut Tests bis zu 300 Meter statt Zimmergröße).

Ein Nachteil beider Standards ist, dass man mit entsprechenden Geräten nicht durch Zimmerwände funken kann. Das soll erst mit der kommenden 11ax-Norm möglich werden.

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Was bringen die Chips?

Als Anwendungsszenarien nennt Qualcomm das Streaming von 4K-Inhalten, latenzfreies Screen-Casting von Mobilgeräten sowie drahtlose VR- und AR-Erfahrungen. Für Virtual Reality sind verbesserte Drahtlosadapter für PC-Brillen wie Oculus Rift und HTC Vive denkbar. So könnte TPCast 2.0 auf IEEE 802.11ay setzen.

Autarke VR-Brillen könnten ebenfalls von den neuen Chipsätzen profitieren: Nutzer entsprechender Geräte könnten zu Hause VR-Spiele drahtlos per WLAN von einem PC in die VR-Brille streamen und bräuchten kein kabelgebundenes VR-System mehr.

Oculus soll für die autarke VR-Brille Oculus Quest mit einer solchen Funktion experimentieren. Das Gerät hat laut Technikchef John Carmack jedoch keine dedizierte Streaming-Hardware verbaut.

| Featured Image and Source: Qualcomm