Tech-Messen während Corona: Der Traktor rollt jetzt virtuell

Tech-Messen während Corona: Der Traktor rollt jetzt virtuell

Der Traktorhersteller John Deere zeigt seine neuesten Modelle auf der CES 2021 in Virtual Reality – mit einem besonderen Kniff.

Die CES ist für den Landtechnikhersteller John Deere eigentlich ein Heimspiel: Das Unternehmen zeigt auf einer Technikmesse technologiebegeisterten Menschen die neuesten technologischen Innovationen. Das ist einfach.

Doch dieses Jahr ist einfach ein schwieriges Wort – und der Start ins neue Jahr wird nicht leichter. Wie viele andere Unternehmen sucht John Deere daher nach neuen digitalen Wegen, die eigenen Produkte wirkungsvoll ins Schaufenster zu stellen. Zur CES 2021 probiert es der Landtechnikhersteller mit Virtual Reality.

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Traktoren neu erleben – als Saatkorn im Ackerboden

Die CES 2021 wird vom 11. bis 14. Januar 2021 erstmals als reines Digitaltreffen abgehalten. Begleitend dazu hat sich John Deere einen Wow-Moment überlegt: Oculus Quest VR-Brillen sollen den eigenen Traktoren eine angemessene virtuelle Bühne bauen, wenn Messebesucher die mächtigen Maschinen schon nicht real bestaunen und fühlen können.

Bei der Quest-Präsentation nutzt John Deere einen VR-Vorteil: Messebesucher können die Hightech-Geräte direkt beim Einsatz auf einer virtuellen Farm betrachten anstatt in einer langweiligen Messehalle.

„Wir wollen die Leute von dort aus mitnehmen, wo sie sind, und ihnen das Gefühl geben, an einem ganz anderen Ort zu sein“, sagt Jon Ebert, PR-Manager bei John Deere.

Bei der virtuellen Reise sitzen die Messebesucher unter anderem im Cockpit der Maschine. Lenken müssen sie nicht, der virtuelle Traktor fährt autonom. Auf spielerische Elemente verzichtet Jon Deere, die VR-Demo ist eine geführte Tour durch die technischen Möglichkeiten der neuen Maschinen.

In der VR-Präsenation zeigt John Deere die Schritte, die notwendig sind, um ein Feld mit Saatgut zu bestücken. | Bild: John Deere

In der VR-Präsenation zeigt John Deere unter anderem die Schritte, die notwendig sind, um ein Feld mit Saatgut zu bestücken. | Bild: John Deere

Die Präsentation spielt außerdem mit dem in VR möglichen Perspektivwechsel und versetzt den VR-Brillenträger als Saatkorn in den Ackerboden. Bei dieser „Reise des Saatguts“ soll der Zuschauer aus nächster Nähe erleben, wie wenig der circa 18 Tonnen schwere Traktor den Boden beeinträchtigt, über den er rollt, und wie präzise er den Ackerboden mit Saatgut bestückt.

Die VR-Brillen will John Deere an Reporter von Fachzeitschriften verschicken. Für die digitale CES 2021 hat das Unternehmen das normale CES-Budget um 25 Prozent reduziert.

Quelle: Cnet

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