Tactsuit X16: Preiswerte Haptikweste geht in den Verkauf

Tactsuit X16: Preiswerte Haptikweste geht in den Verkauf

Tactsuit X16 könnte die erste Haptikweste werden, die gut und preiswert genug ist für VR-Enthusiasten. 

Das südkoreanische Unternehmen bHaptics kündigt den Vorbestellstart für seine neue Produktreihe Tactsuit X an. Hierbei handelt es sich um zwei Haptik-Westen: die Tactsuit X16 und die Tactsuit X40.

Die Tactsuit X16 enthält 16 Vibrationsmotoren, die sich über die Vorder- und Rückseite der Weste verteilen. Sie läuft laut Hersteller circa 22 Stunden, bevor sie neu geladen werden muss. Der Preis beträgt 300 US-Dollar.

Das teurere Modell Tactsuit X40 kommt auf 40 Vibrationsmotoren mit einer Batterielaufzeit von circa 18 Stunden und kostet 500 US-Dollar.

Ein weiterer Unterschied zwischen den Haptikwesten ist, dass die Tactsuit X40 weiter nach unten reicht. Für Sitzspieler ist die Tactsuit X16 daher besser geeignet.

Die Westen erzeugen gesamthaft oder punktuell haptische Effekte. In letzterem Fall können eintreffende Kugeln, Schläge oder Schwertstreiche simuliert werden.

Schwache Spiele-Unterstützung

Das größte Problem des VR-Zubehörs ist die überschaubare Zahl nativ unterstützter Spiele.

Für SteamVR-Brillen stehen etwas mehr als 20 SteamVR-Spiele bereit, darunter Onward, Thrill of the Fight und Tower Tag. Für Half-Life: Alyx, Skyrim VR und VRChat sowie weitere Titel muss zusätzlich eine Mod-Datei installiert werden.

Quest-Nutzer können nativ unter anderem Onward, Thrill of The Fight und Apex Construct mit der Weste spielen. Darüber hinaus werden eine Handvoll Sidequest-Spiele unterstützt. Die vollständige Liste nativ unterstützter Titel steht auf der offiziellen Internetseite.

Leider gibt es auf Seiten der VR-Rhythmusspiele wie Beat Saber und Pistol Whip keinerlei nativ unterstützte Titel.

Hier kann man alternativ den Audio-to-Haptic-Mode verwenden, bei der die Audiosignale des jeweiligen Spiels automatisch in haptische Effekte umgewandelt werden. In diesem Fall ist die Einrichtung umständlicher. Das gilt insbesondere für Oculus Quest: Hier wird zusätzlich ein PC oder Laptop und ein Audiokabel zur VR-Brille benötigt.

Die Westen sind ab sofort vorbestellbar und werden ab dem 10. Dezember ausgeliefert.

Preislich gibt es derzeit kaum Alternativen zum Tactsuit: Andere haptische Westen bieten entweder wesentlich schlichtere Haptik (Woojer Edge) oder sind sehr teuer (Teslasuit). Eine Übersicht findet ihr in unserem Haptik-VR-Artikel.

Quelle: Road to VR, Titelbild: bHaptics

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