Auf einer englischen Motorsportveranstaltung fuhr Stuntfahrer Vaughn Gittin Jr. eine Bergrennstrecke hoch. Das Außergewöhnliche daran: Er selbst saß nicht im Fahrzeug, sondern steuerte es kilometerweit entfernt mittels 5G-Netzwerk und einer VR-Brille fern.

Der von Gittin Jr. am Donnerstag gesteuerte Lincoln MKZ hat geschwärzte Fenster: Man sieht weder in das Fahrzeug, noch aus dem Fahrzeug heraus.

Auf dem Dach sind zwei Exemplare von Samsungs neuem Flaggschiff-Smartphone, dem Samsung Galaxy S10 5G, angebracht. Die von den Geräten gefilmte Umgebung wird über ein von Vodafone betriebenes 5G-Netzwerk in eine Samsung Gear VR gestreamt – offenbar mit so geringer Latenz, dass Gittin Jr. das Fahrzeug relativ gefahrlos fernsteuern kann.

Die Smartphones sind, wahrscheinlich für einen stereoskopischen Effekt, etwas versetzt angebracht. So kann der Fahrer die Tiefe des Raums besser abschätzen.

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Auf dem Dach sind Samsung-Smartphones montiert. BILD: Samsung (Screenshot bei Youtube)

Die Fernsteuerungssoftware stellte das US-Startup Designated Driver zur Verfügung. Das Unternehmen zeigte bei einer früheren Gelegenheit, dass man ein Fahrzeug über einen Ozean und aus einer Entfernung von 8.000 Kilometer hinweg fernsteuern kann. Dass bei der Fernsteuerung eine VR-Brille benutzt wird, ist hingegen neu für das Startup.

Wer dieses Wochenende das südenglische Goodwood Festival of Speed besucht, kann der Demonstration Gittins Fahrten noch bis Sonntag innerhalb von Samsungs Future-Lab-Zone beiwohnen. Das folgende Video zeigt die Technologie.

Titelbild: Samsung (Screenshot bei Youtube), Quelle: Samsung Newsroom UK, Via: Techcrunch

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