Sony gibt Ausblick auf Next-Gen-Displays für VR und AR

Sony gibt Ausblick auf Next-Gen-Displays für VR und AR

Auf einer Technologiekonferenz machte Sonys leitender AR-Forscher Voraussagen zur Entwicklung von VR- und AR-Displays.

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Gestern eröffnete die Sony Technology Exchange Fair (STEF). Auf der alljährlich stattfindenden Konferenz treffen sich Sonys Abteilungen und Forschende, um neue Technologien vorzustellen und Ideen auszutauschen. Teile der Veranstaltung sind dieses Jahr zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich.

Im Rahmen der STEF 2022 hielt Sony eine Podiumsdiskussion zum Thema 3D-Technologie ab. Einer der Gäste ist Hiroshi Mukawa, der seit 20 Jahren an AR-Technologien für Sony arbeitet. Vom Moderator wird er als „Mr. AR“ bezeichnet.

Mukawa leitete die Entwicklung von Sonys erstem richtigen AR-Headset, das vor ein paar Jahren zusammen mit einer Ghostbusters-Erfahrung Testläufe unter Einbezug der Öffentlichkeit durchlief. Der Forscher stellte die weit fortgeschrittene Technologie im April 2020 im Detail vor.

Die Display-Grundlagen für schlanke AR-Brillen

Mukawa gibt zuerst einen Abriss der wichtigsten Produkten und Prototypen, die Sony seit 1996 im VR- und AR-Bereich entwickelte und kommt anschließend auf Technologien zu sprechen, die die Zukunft bereithält. Sein Augenmerk liegt auf Display-Systemen. Diese könnten sich laut Mukawa folgendermaßen entwickeln.

Schematische Darstellungen gegenwärtiger und zukünftiger AR-/VR-Displays.

Aus Mukawas Präsentation: Entwicklungslinien von XR-Displays. | Bild: Sony

Im AR-Bereich sieht er zwei große Entwicklungen auf die Industrie zukommen: MicroLED-Displays und neue Wellenleiter, die aus Plastik statt Glas gefertigt werden und eine gebogene statt flache Form haben. Auf diese Weise sollen sie einen natürlicheren Look ähnlich einer Sonnenbrille ermöglichen.

MicroLEDs gelten als AR-Schlüsseltechnologie, da sie kompakte, stromsparende und stark leuchtende AR-Displays ohne Hintergrundbeleuchtung ermöglichen. Das Problem ist, dass MicroLEDs noch nicht ausentwickelt ist sowie schwer und kostspielig in der Herstellung sind.

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Sonys AR-Headset nutzte bereits MicroLEDs, eine breite Kommerzialisierung solcher Displays ist allerdings erst in der zweiten Hälfte der Dekade zu erwarten.

VR-Displays werden kleiner, kontrastreicher, natürlicher

Im VR-Bereich kommen andere Display-Systeme zum Einsatz. Hier spekuliert Mukawa auf OLED-Microdisplays und Flüssigkristalllinsen. Erste könnten schon in den nächsten zwei bis drei Jahren die heute gängigen LC-Displays zu verdrängen beginnen und Mixed-Reality-Headsets mit schlankerer Bauform und extrem hohen Kontrast ermöglichen.

Länger auf sich warten lassen dürfte die Implementierung von Flüssigkristalllinsen, die ebenfalls zur Reduzierung des Formfaktors beitragen werden und erstmals natürliches Fokussieren in VR erlauben könnte.

Der Holocake-2-Prototyp mit ultradünnem Profil

Der Holocake-2-Prototyp zeigt, in welche Richtung sich der Formfaktor von VR-Headsets entwickeln könnte. Es nutzt allerdings keine Flüssigkristalllinsen und Laser statt OLED-Microdisplays als Lichtquelle. | Bild: Meta

Metas Headset-Prototyp Half-Dome 3 nutzt Flüssigkristalllinsen für genau diesen Zweck. Mit dem Mirror-Lake-Konzept verfolgt Meta ein Headset-Design, das eines Tages solche Linsen verbaut haben soll. Mit einer breiten Verfügbarkeit dieser Technologie ist laut Meta nicht vor der zweiten Hälfte des Jahrzehnts zu rechnen.

Sonys eigene Playstation VR 2 setzt auf eine Kombination aus speziell gefertigten Fresnellinsen und einem OLED-Display.

Quellen: SadlyitsBradley @ Twitter