Social Network „Octi“ setzt voll auf Augmented Reality

Social Network „Octi“ setzt voll auf Augmented Reality

Tiktok, Snapchat, Instagram, YouTube oder Facebook: Alle Social Networks nutzen Augmented-Reality-Effekte mit dem Smartphone. Aber nur das neue Netzwerk Octi denkt die erweiterte Realität von Anfang an mit.

Eigentlich startete Octi als Augemented-Reality-Startup für Körpertracking. Im Sommer 2018 stellte das Unternehmen erstmals öffentlich seine Technologie vor, das AR-Filter vom Gesicht auf den ganzen Körper ausweitet.

Rund 7,5 Millionen US-Dollar erhielt Octi damals von Investoren für die Weiterentwicklung der Technologie, die im folgenden Video demonstriert wird.

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Seitdem wurde es still um das Startup. Jetzt betritt es erneut die Bühne: Investoren hätten Octi dazu bewegt, das eigene Konzept deutlich auszuweiten, sagt Geschäftsführer Justin Fuisz zu Techcrunch.

Anstatt nur einen guten Trackingalgorithmus zu entwickeln, will Octi jetzt mit einem Social-Network-Konzept punkten, das von Anfang an auf Augmented Reality (alle News) setzt. Dafür gibt’s von Risikokapitalgebern weitere zwölf Millionen US-Dollar.

Gesichtserkennung für die Freundesliste

Die App funktioniert so: Um seine Freundesliste zu erweitern, richtet man die Smartphone-Kamera auf eine Person. Diese erkennt die Person per KI-gestützer Gesichtserkennung, sofern sie im Octi-Netzwerk ist, und löst eine Freundesanfrage aus.

Das Startup Octi will ein Social Network rund um Begegnung und Augmented Reality aufbauen. Bild: Octi

Das Startup Octi will ein Social Network rund um reale Begegnung und Augmented Reality aufbauen. Bild: Octi

Theoretisch könnte man so eine fremde Person auf der Straße scannen und ihr Octi-Profil angezeigt bekommen. Allerdings gibt es bei Octi keine Klarnamenpflicht und das Profilbild kann beliebig gewählt werden. Private Daten werden also nicht zwingend preisgegeben. In Tests mit „tausenden Studierenden“ in Kalifornien soll die Scan-Funktion nicht zu Problemen geführt haben.

Steht die Person dann auf der Freundesliste und man betrachtet sie durch die Smartphone-Kamera, sieht man eine Reihe digitaler Effekte und Gegenstände wie Sticker und Fotos, die der Person zugeordnet sind. Anstatt von einem Newsstream spricht Octi von einem „AR-Gürtel“, der die Person umgibt. Freunde können spielerisch neue Effekte hinzufügen und den digitalen Avatar verändern.

Aus dieser Beschreibung ergibt sich die Besonderheit von Octi: Seine ganze Stärke spielt das Social Network aus, wenn sich Menschen begegnen. Profile von Freunden können zwar auch auf Distanz angesehen werden. Aber die Kernerfahrung verlangt, dass man sich trifft.

„Die Zukunft ist persönlich. Die Zukunft ist privat“, heißt es auf Octis Webseite. Und: „Wie cool wäre es, wenn Deine Social-Media-Freunde deine richtigen Freunde wären?“

Für die Zukunft sieht Fuisz „endlose Möglichkeiten“ für Spiele und „andere unterhaltsame Dinge“. Octi soll sich im Stil eines WeChat entwickeln, also zu einer App-Plattform für Drittentwickler werden.

Octi kann man für iPhone und iPad ab iOS 7 ab sofort im Apple App Store herunterladen. Eine Android-Version ist in Entwicklung.

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