Segas VR-Brille war einer der ersten Versuche, Virtual Reality für den Massenmarkt zu erschließen. Nach viel Hype seitens Sega verschwand die VR-Brille kurz vor dem Launch überraschend von der Bildfläche. Ein Youtube-Video rollt den Fall auf und zeigt, was 1993 geschah.

Dass Sega an einem VR-Zubehör für die 16-Bit-Spielkonsole Sega Mega Drive (in Nordamerika “Sega Genesis” genannt) arbeitete, war seit 1991 bekannt. Mit den 75.000 Dollar teuren VR-Automaten von Virtuality, die später auch nach Deutschland kamen, und dem Film Der Rasermähermann hatte der VR-Hype Anfang der 90er Jahre seinen Höhepunkt erreicht. Sega musste folglich nicht ins Marketing investieren: Virtual Reality war bereits in aller Munde.

Das japanische Unternehmen hatte 1987 eine 3D-Shutter-Brille, die “Sega Scope 3D”, auf den Markt gebracht und schaute sich nach Technologien um, die echte Virtual Reality für Endkunden erschwinglich machen sollte. Dabei stieß es unter anderem auf ein Unternehmen, das günstige Displays mit roten LEDs herstellte. Sega war von dem Produkt nicht überzeugt und lehnte das Angebot ab. Anders als Nintendo, das seinerseits auf der VR-Welle reiten wollte und die Technologie mit wenig Erfolg im “Virtual Boy” verbaute.

Eine Mischung aus KITT und Robocop

Sega legte sich schließlich auf LCDs fest, deren Auflösung circa 320 x 240 Pixel betrug. Da ein Sensor damals 15.000 US-Dollar kostete, griff das Unternehmen auf eine spezielle Lösung zurück, die günstig zu produzieren war, vergleichbar mit heutigen Smartphone-Sensoren mit drei Freiheitsgraden. Für das futuristische Design der VR-Brille, das die Ästhetik von Robocop und KITT aus der US-Fernsehserie “Knight Rider” kombiniert, war e…

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