Blast from the Past: Eine ausführliche Doku aus den frühen 90er-Jahren widmet sich dem Thema Cyberpunk. Da darf die damalige Virtual-Reality-Bewegung (ab circa 4:00 Minuten) natürlich nicht fehlen. Rückwirkend betrachtet unterscheiden sich die geäußerten Ansichten und Technologien nicht grundlegend von vielen aktuellen Entwicklungen.

Kabetec VR-Brille

Virtual Reality wird in der Doku als “kybernetisches Universum” definiert, in dem alles möglich sei. Das individuelle Sensorium würde Teil des Computers und einer computergenerierten Welt. Der “Virtual Realist” (den Beruf gab es damals offenbar wirklich) Nicholas Williams bezeichnet die virtuelle Realität als “allgegenwärtigen, embryonalen Informationsschleim”, in den man sich vollständig begibt.

Das sind sehr blumige Worte für etwas, das aus heutiger Sicht bestenfalls als rudimentäre 3D-Grafik ohne sonderlichen Tiefgang durchgeht. Aber was sagt man nicht alles, wenn man damit Geld verdient? Die ein oder andere aktuelle Aussage dürfte in einigen Jahren rückblickend wohl ähnlich befremdlich wirken.

Wo Virtual Reality ist, darf die Nasa nicht fehlen. Schon damals gab es eine “Virtual-Reality-Workstation”, ein natürliches Interface, “um Bilder zu betreten”. Immerhin hatte das Nasa-Headset schon damals ein Sichtfeld von rund 120 Grad und steckt damit Oculus Rift und HTC Vive locker in die Tasche. Sogar 3D-Audio war seinerzeit vorgesehen und der Nasa-Datenhandschuh übertrifft das XBOX-Gamepad der Rift-Brille mit Leichtigkeit.

Die VR-Technologie der Nasa sollte es Mechanikern via Telepräsenz erlauben, Reparaturen an einer Weltraumstation vorzunehmen. Damit experimentiert die Nasa noch immer, mittlerweile mit Microsofts Hololens. Apropos Telepräsenz: Auch damals arbeitete ein Unternehmen daran, eine Art Metaverse für Kommunikation und Arbeit zu basteln. Ein Versuch, der aus heutiger Sicht nur als absurd zu bezeichnen ist.

Ab Minute 10:30 kommt…

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