Auf der GDC kündigte HP die Windows-Brille Reverb an, die durch erhöhten Tragekomfort und eine höhere Auflösung glänzen soll. Mittlerweile gibt es erste Eindrücke der Fachpresse.

Road to VR (Link)

Der Redakteur zeigt sich begeistert vom LC-Display. Der Fliegengittereffekt sei stark reduziert, was einerseits an der hohen Auflösung  (2.160 mal 2.160 Bildpunkten pro Auge), andererseits am RGB-Subpixelmuster des LC-Display liege. Letzteres ermögliche eine höhere Pixelfüllrate. Einen einzelnen Pixel auszumachen, sei sehr schwierig. Im Gegensatz zu Samsungs Odyssey+ komme keine Spezialfolie gegen den Fliegengittereffekt zum Einsatz.

LC-Displays haben in der Regel einen schwächeren Kontrast als OLED-Displays und daraus resultierend flauere Farben. Das LC-Display zeige dennoch erstaunliche satte Farben, schreibt Road to VR.

Dem Redakteur fielen einige Bildfehler auf, die bis zum Erscheinen behoben werden sollen: einzelne graue Punkte, Unterschiede in der Farbdarstellung und Helligkeit, einen rötlichen Doppelkontureffekt sowie Reflexionen am oben und unteren Rand des Sichtfelds.

Die Kopfhalterung der HP-Brille erinnert deutlich an Oculus Rift. Die VR-Brille fühle sich trotz des etwas höheren Gewichts leicht auf dem Kopf an, schreibt Road to VR. Der Redakteur bedauert, dass man das Gehäuse anders als beim Vorgänger nicht hochklappen kann. Am Tracking habe sich nichts geändert: HP nutze das gleiche Trackingsystem wie alle anderen Windows-Brillen.

Upload VR (Link)

Der Tester hält Reverb für die bequemste aller VR-Brillen. Der Tragekomfort und die hochaufgelösten Displays würden das VR-Erlebnis äußerst angenehm gestalten. UploadVR konnte unmittelbar vor dem Test die Samsung Odyssey ausprobieren. Die Reverb-Brille biete insgesamt die bessere Nutzererfahrung und könnte die beste Windows-Brille werden.

Der Redakteur lobt wie Road to VR das RGB-Subpixelmuster und die leuchtenden Farben des LC-Displays. Die hohe Auflösung sei fantastisch und mache jede VR-App hübscher. Dem Tester fielen ebenfalls leichte Verzerrungen am Sichtfeldrand auf.

Engadget (Link)

Der Engadget-Tester lobt den hohen Tragekomfort und die Stabilität. Es sei kein Problem, das Gerät mit einer großen Brille zu tragen.

Nahe und ferne Objekte sollen schärfen und detailreicher erscheinen als bei anderen VR-Brillen. Er sei überrascht gewesen, wie viel besser der visuelle Eindruck sei (verglichen mit einer Samsung Odyssey+). Das Bild sei klar und ruhig.

Der Redakteur bedauert, dass HP die Brille mit den Standard-Windows-Controllern ausliefern wird. Sie seien weniger ergonomisch als die der Samsung Odyssey.

Techcrunch (Link)

Das Display sei fantastisch, schreibt der Techcrunch-Tester. Der Unterschied zu anderen VR-Brillen sei sofort auszumachen und sorge für ein besseres Seherlebnis.

Das 114-Grad-Sichtfeld sei etwas größer als bei Rift und Co. Das führe dazu, dass Objekte außerhalb der Sichtfeldmitte weniger dreidimensional wirken, was aber nicht allzu störend sein soll.

Die HP-Brille sei ein guter Kompromiss zwischen herkömmlichen VR-Brillen und hochpreisigen Highend-Geräten wie der Varjo VR-1.

Tom’s Hardware (Link)

Die Reverb-Brille sei leichter als eine Vive Pro und sitze komfortabler, schreibt der Redakteur. Er habe die VR-Brille zwanzig Minuten getragen und sie sei “überraschend bequem”.

Text sei dank der hohen Pixeldichte leicht zu lesen. Er könne sich vorstellen, einen ganzen Artikel mit der VR-Brille zu lesen. Dem Redakteur fielen ebenfalls die zuvor beschriebenen Bildfehler auf.

Das Tracking sei unverändert gegenüber anderen Windows-Brillen. Der Redakteur streicht heraus, dass sich die Controller mit der VR-Brille verbinden, da im Gehäuse Bluetooth integriert ist. Das macht eine Bluetooth-Verbindung am PC überflüssig.

Quellen: Road to VR, UploadVR, Engadget, Techcrunch, Tom’s Hardware / Titelbild: HP

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