Nreal hat den Rechtsstreit mit Magic Leap ins nächste Jahr vertagt.

Im Juni reichte der US-AR-Brillenhersteller Magic Leap Klage gegen den chinesischen AR-Brillenhersteller Nreal ein. Der Grund: Nreal-Gründer Chi Xu war von 2015 bis 2016 bei Magic Leap als Software-Entwickler tätig und soll Geschäftsgeheimnisse für den Bau seines eigenen Prototyps verwendet haben.

Nreal wurde im Januar 2017 gegründet mit einem Investorenkapital von 15 Millionen US-Dollar und wuchs schnell auf rund 70 Angestellte. Das Unternehmen ließ nach den Medienberichten über die Anklage verlauten, dass die Anschuldigungen falsch seien. Die eigentliche Anklageschrift hatte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht.

Auf der Suche nach Nreal-Gründer Chi Xu

Der Grund: Magic Leap konnte Nreal-Gründer Chi Xu nicht ausfindig machen. Aus Prozessdokumenten aus dem September geht hervor, dass Magic Leap eigenes einen Detektiv anheuerte, um Xu zu finden und die Anklage zuzustellen.

An zwei für Xu angegebene Wohnadressen in San Jose und Seattle war dieser nicht bekannt. Auch Kontaktversuche seitens Magic Leap über Social-Media-Kanäle oder E-Mail waren zunächst erfolglos. Am 12. September folgte dann eine Kontaktaufnahme seitens der Anwältin Diana Rutowski, die offenbar die Verteidigung von Nreal übernommen hat.

Ein erstes Treffen zwischen Magic Leap, Nreal und der beteiligten Anwälte sollte am 30. Oktober stattfinden, wurde aber auf Januar 2020 verschoben. Nreals erste AR-Brille “Light” für jedermann, die Gegenstand des Rechtsstreits sein wird, soll im Frühjahr 2020 erscheinen.

Titelbild: Nreal; Quelle: Next Reality News


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