Project Cambria wird „signifikant teurer“ als Quest 2

Project Cambria wird „signifikant teurer“ als Quest 2

2022 bringt Meta eine Highend-VR-Brille mit Codenamen Cambria auf den Markt. Die wird laut John Carmack deutlich mehr kosten als Oculus Quest 2.

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Mit der Oculus Quest 2 will Meta möglichst viele Endverbraucher in die Virtual Reality bringen. Deshalb auch die aggressive Bepreisung.

Project Cambria hingegen hat eine andere primäre Funktion: Mit dieser neuen Produktlinie will Meta neue Technologien ausprobieren, die irgendwann in die Quest-Produktreihe fließen soll, wenn sie ausgereift und günstiger in der Herstellung sind.

Cambria wird Sensoren für Augen- und Gesichtstracking sowie hochauflösende RGB-Kameras für den AR-Modus verbaut haben. Das Gerät setzt außerdem auf sogenannte Pancake-Linsen, also ein vollkommen neues optisches System. All das geht mit zusätzlichen Herstellungskosten einher.

Meta will die Preise drücken

Die am heißesten diskutierte Frage ist nun, wie viel Project Cambria kosten wird. Als Mark Zuckerberg die VR-Brille im Frühjahr in einem Interview anteaserte, sagte er, dass sie „ein bisschen teurer“ werden könnte. Nach einem großen Aufpreis klingt das nicht.

Klar ist, dass Meta die Hardware-Preise so stark drücken will, wie nur irgend möglich. Bis zu dem Punkt, an dem es mit den Geräten selbst kaum etwas verdient oder sogar Verluste macht. Das Ziel ist, wie gesagt, Metas VR-Ökosystem zu vergrößern. Und dafür ist das Unternehmen zu aggressiven Subventionen bereit.

Project_Cambria_Teaser

Das erste offizielle Bild von Project Cambria. | Bild: Facebook

Selbst die kommende AR-Brille Project Nazare, die bei Marktstart noch neuere und fortschrittlichere Technologie bieten dürfte, soll laut Zuckerberg „so günstig wie möglich“ werden und kein Highend-Spielzeug für Reiche werden.

Cambria mit deutlichem Aufpreis?

Während seines alljährlich stattfindenden Connect-Vortrags äußerte sich der ehemalige Oculus-Technikchef und jetzige Meta-Berater John Carmack zu Project Cambria und kam dabei auch auf den Preis zu sprechen.

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Laut Carmack wird die VR-AR-Brille „signifikant teurer“ als die Oculus Quest 2 (Test). „Es wird sehr interessant sein, zu sehen, wie die Verkäufe relativ dazu aussehen werden.“

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Carmack geht auch auf die neuen Features ein, darunter die neuartigen Pancake-Linsen. Die seien „sehr viel teurer“ als die bislang eingesetzten Fresnel-Gläser, aber auch „sehr viel kompakter“. Sie würden ein viel kleineres und schmaleres Headset ermöglichen. Bisherige Bilder bestätigen das.

Wie viel wird Cambria kosten?

Ein weiterer großer Pluspunkt der neuen Optik sei die Klarheit. Die Bildqualität der Oculus Quest 2 werde eher durch die fehlende Schärfe zu den Bildrändern zurückgehalten als durch die Auflösung.

„Würden wird die Auflösung verdoppeln, dann wäre das meiste davon verschwendet. Wir brauchen etwas, das für zusätzliche Bildschärfe sorgt“, sagt Carmack. „Ich hoffe, dass der Plan aufgeht. Aber Pancake-Linsen könnte auch eine neue Preisuntergrenze für zukünftige Budgetsysteme bedeuten, wenn wir uns in Zukunft darauf festlegen.“

Wie viel könnte Project Cambria also kosten? Circa 600 US-Dollar oder eher in die Richtung von 1.200 US-Dollar? Ich denke, Ersteres ist wahrscheinlicher.

Weil Meta auch mit Project Cambria möglichst viele Endverbraucher und Enthusiasten ans eigene VR-Ökosystem binden will und sich anders als zum Beispiel HTC nicht primär auf Unternehmen fokussiert.

Geschäftskunden sind ein willkommenes Nebengeschäft für Meta, aber nicht das gegenwärtige Ziel. Meta will zuerst den Mainstream erobern und ist dafür bereit, tief in die Taschen zu greifen.

Weiterlesen über Project Cambria (aka „Quest Pro“):