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Pistol Whip: Encore – DLC bringt Partymodus & neue Inhalte

Pistol Whip: Encore – DLC bringt Partymodus & neue Inhalte
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Pistol Whip erhält am 24. Februar 2022 einen weiteren Gratis-DLC mit Namen "Encore". Mehr dazu gibt es im Test-Update.

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Pistol Whip vermengt das VR-Rhythmusspiel, John Wick-Action und schrille Digitalästhetik zu einer explosiven Mischung. Macht sie Spaß, die Beat-Ballerei?

Viele Nachahmer zu haben, ist das beste Anzeichen, dass man etwas richtig gemacht hat. Das sieht man am VR-Superhit Beat Saber. Von Audica über Synth Riders bis hin zu OhShape: Sie alle versuchen, diesen Erfolg zu wiederholen, indem sie das VR-Rhythmusspiel spielmechanisch variieren und erneuern.

Pistol Whip ersetzt die Lichtschwerter durch lässige John Wick-Action: Im Spiel bewegt man sich auf Schienen durch pulsierende Digitalkulissen und pustet im Beat fetziger Musik reihenweise Gegner weg, während man gekonnt deren Kugelhagel ausweicht. Geht das Spielkonzept auf?

Pistol Whip: Review in aller Kürze

Pistol Whip reformuliert das Rhythmusgenre auf seine Weise und könnte jenen gefallen, die mit Beat Saber nichts anzufangen wissen. Dank mittlerweile 30 Szenen und einer großen Zahl Modifikatoren bietet das Spiel  reichlich Inhalte und Herausforderungen.

Pistol Whip wird euch gefallen, wenn ihr…

  • VR-Bewegungsspiele mögt oder VR-Fitness treibt,
  • elektronische Musik liebt und euch
  • wie John Wick fühlen wollt.

Pistol Whip wird euch nicht gefallen, wenn ihr…

  • kein Gefühl für Takt habt,
  • euch der Hype um Beat Saber und Co. auf den Keks geht,
  • ganz empfindlich auf künstliche Fortbewegung reagiert.

Etwas Taktgefühl, bitte!

Pistol Whip bietet bei Erscheinen zehn Songs oder wie die Entwickler sagen: Szenen. Die kann man in drei Schwierigkeitsgraden durchspielen. In höheren Stufen erscheinen mehr und bessere gepanzerte Gegner. Je genauer man den Gegner und den Beat trifft, desto mehr Punkte gibt es. Auf Bestenlisten kann man sich mit Freunden und anderen John Wick-Möchtegerns messen.

Das Spielprinzip ist so einfach wie effektiv und von Cloudhead Games gut umgesetzt: Wie in Beat Saber versteht man sofort, was Sache ist und dem Spielfluss steht fast nichts im Wege.

Ich schreibe „fast“, weil Pistol Whips Spielmechanik weitaus schwieriger zu verinnerlichen ist. Es macht einen großen Unterschied, ob man im Rhythmus Blöcke schnetzelt oder passend zum Beat auf Pixelgegner ballert. Schließlich muss man gleichzeitig Dutzende Kontrahenten ausschalten und deren Kugeln ausweichen. Zum Glück bietet das Spiel eine großzügige Zielhilfe, die Punktejäger bei Bedarf jederzeit abschalten können.

Natürlich kann man auch wild um sich schießen: Gescheitert ist ein Durchlauf erst, wenn man von zwei Kugeln hintereinander getroffen wird. Aber in den Flow-Zustand und die Bestenlisten kommt man nur, wenn man im Takt der Musik ballert – und das ist leichter gesagt als getan. Wie man Pistol Whip richtig spielt, demonstriert folgende Youtuberin:

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Nichts für Bewegungsmuffel

Pistol Whip setzt Beweglichkeit voraus. Fitte Spieler haben deshalb eindeutig Vorteile: Hier muss man im Sekundentakt Kugeln und physischen Hindernissen ausweichen, was primär die Beine fordert.

Wie für viele VR-Bewegungsspiele gilt auch hier: Besonders Spaß machen sie nur, wenn man seinen Körper als Controller begreift.

Wer sich mit Beat Saber fit hält und den Unterkörper stärker ansprechen will, findet in Pistol Whip eine hervorragende Ergänzung fürs VR-Fitnessprogamm. Weitere Alternativen stehen in unserer Liste der besten VR-Fitnessspiele.

Auf den ersten Blick würde man es nicht vermuten, aber Pistol Whip fordert physisch. Wer mit der Musik geht und sich körperlich reinhängt, ist nach ein paar Songs garantiert aus der Puste. Besonders dann, wenn man heranstürmenden Gegnern mit kraftvollen Schlägen eine überzieht.

Pistol Whip kombiniert das Rhythmusspiel mit John-Wick-Geballer. Geht die Spielspaßformel auf?

Für wettbewerbsorientierte Spieler gibt es Bestenlisten. | Bild: Cloudhead Games

Monotoner Grafikstil

In Pistol Whip bewegt man sich automatisch und stets geradeaus durch grafisch leicht variierende Umgebungen. Auf die Geschwindigkeit und Richtung hat man keinen Einfluss. Künstliche Fortbewegung vertrage ich gut, sodass mir nicht schlecht wurde. Empfindlicheren Spieler könnte das Spiel auf den Magen schlagen. Deshalb gilt: zuerst ausprobieren.

Der abstrakte Grafikstil hinterlässt gemischte Gefühle: Er wirkt zwar stylish, schön anzusehen sind die Welten aber nicht. Zudem gibt es weder auf der visuellen noch auf der Leveldesign-Ebene viel Abwechslung, sodass ich das Gefühl hatte, durch die immer gleiche Umgebung zu laufen.

Cloudhead Games will das Spiel regelmäßig mit neuen, kostenlosen Szenen versorgen. Unterstützung für Custom Songs soll ebenfalls kommen. Wann genau, das weiß man nicht.

Bis es so weit ist, müssen Spieler mit den zehn Szenen und den Spielmodifikatoren vorlieb nehmen. Letztere bringen wie bei Beat Saber Abwechslung ins Spielgeschehen. So kann man beispielsweise in beiden Händen eine Pistole halten, ohne Munition spielen und Durchläufe allein durch Ausweichen und Nahkampf meistern.

Pistol Whip kombiniert das Rhythmusspiel mit John-Wick-Geballer. Geht die Spielspaßformel auf?

In höheren Schwierigkeitsgraden muss man kühlen Kopf bewahren. | Bild: Cloudhead Games

Fazit: Gelungene Beat-Ballerei

Hinweis: Dieses Fazit gilt für die Ursprungsversion des Spiels. Seit 2019 hat Cloudhead Games den Titel in Sachen Inhalte bedeutend erweitert. Lest dafür die Test-Updates unten.

Die Grundlagen für ein gutes VR-Musikspiel hat Cloudhead Games gelegt. Jetzt muss das Studio zeigen, dass sie den Titel langfristig weiterentwickeln. Denn was Inhalte betrifft, ist noch viel Luft nach oben.

Ein direkter Vergleich mit Beat Saber ist nicht möglich, dafür spielen sich die Titel zu unterschiedlich. Generell gilt jedoch: Wer VR-Bewegungsspiele mag, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an Pistol Whip Freude haben.

Am besten spielt sich Pistol Whip auf der Meta Quest 2 (alle Infos), da man mit dieser VR-Brille volle Bewegungsfreiheit hat. Grafisch gibt es keine großen Unterschiede zwischen der PC-VR-Version und der mobilen Version.

Test-Update: Bisherige Gratis-DLCs / „Pistol Whip: 2089“

Pistol Whip erschien am 7. November 2019 für PC-VR-Brillen und Meta Quest. Die Entwickler haben Wort gehalten und dem Spiel seither neue Gratisinhalte spendiert.

Zwischen Dezember 2019 und Juni 2020 erschienen fünf neue Level: High Priestess, Akuma, Full Throttle, Dark Skies und Religion. Im August 2020 kamen mit der Heartbreaker Trilogy drei weitere Szenen hinzu. Damit kommt Pistol Whip auf insgesamt 18 Level. Eine große Zahl neuer Spielmodifikatoren und Waffenskins werten das Spiel zusätzlich auf.

Am 30. November 2020 erschien der bislang größte Gratis-DLC mit dem Titel: Pistol Whip 2089. Hierbei handelt es sich um die erste Mini-Kampagne des Spiels, die aus zusammenhängenden und narrativ unterfütterten Szenen besteht. Ich konnte Pistol Whip 2089 vorab testen.

 

In den fünf Cyberpunk-Kapiteln strandet man auf einem verlassenen Planeten und kämpft gegen Roboter und eine KI. Die einzelnen Missionen werden durch tolle Comic-Illustrationen eingeführt und bieten eine Reihe von Neuerungen: eine vollautomatische Waffe, mit der man mehrere Gegner gleichzeitig niedermähen kann, ein turbulentes Fluchtlevel, indem man lediglich ausweichen und Roboter niederschlagen muss sowie einen spektakulären Endgegner.

Mein Fazit: Pistol Whip 2089 ist abwechslungsreicher gestaltet und besser inszeniert als bisherige Szenen und gefällt durch seine narrative Rahmung. Es dürfte dadurch wegweisend sein für weitere Gratis-DLCs. Ein Custom-Song-Editor ist weiter in Planung, aber noch nicht veröffentlicht.

Mit insgesamt 23 Levels sowie vielen neuen Spielmodifikatoren bietet Pistol Whip weitaus mehr Inhalte für seinen Preis als vor einem Jahr. Wer aus diesem Grund bisher zögerte, sollte den Kauf jetzt neu erwägen.

Test-Update: „Pistol Whip: Smoke & Thunder“

Cloudhead Games bringt am 12. August 2021 eine zweite Mini-Kampagne heraus, dieses Mal mit Western-Szenario. Smoke & Thunder bietet wie Pistol Whip 2089 fünf neue, besonders dicht gestaltete Szenen, die eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Zwischen den Szenen kommen erneut stylische Comic-Panels zum Einsatz, die die Ballersequenzen narrativ umrahmen und die Erzählung vorantreiben.

In Smoke & Thunder schlüpft man in die Rolle einer Revolverheldin, die auf der Suche nach ihrer Schwester ist und sich dabei mit einer Horde schießwütiger Ganoven anlegt. Anstatt einer Pistole hält man nun zwei Revolver in den Händen, die ab der zweiten Szene durch sogenannte Boomsticks ersetzt werden: eine Mini-Shotgun mit zwei Läufen, die explosive Geschosse abfeuert und ganze Gruppen von Gegnern wegfegt.

Die Szenen sind abwechslungsreich und spielen in einem Western-Kaff, einer Wüste, einer Mine und einem Zug. Die Musik ist nicht mehr ganz so elektronisch wie bisher und erinnert stattdessen an Tarantino-Filme mit Western-Einschlag wie „The Hateful Eight“. Mir persönlich gefällt die aggressive Techno-Musik aus Pistol Whip 2089 besser, aber das ist Geschmackssache. Die größere Bandbreite an Musik in Pistol Whip ist auf jeden Fall zu begrüßen.

Die neuen Szenen wirken auf mich etwas weniger dicht und intensiv als die der ersten Mini-Kampagne, dafür hat sich Cloudhead Games mit dem finalen Bosskampf selbst übertroffen.

Zusammen mit Smoke & Thunder erscheint ein neues Feature namens Styles, das es Spielern ermöglicht, individuelle Kombinationen aus Waffen und Modifikatoren zusammenzustellen und das Spielerlebnis auf diese Weise noch stärker an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Zusätzlich wird mit jedem „Style“ eine eigene Bestenliste generiert, sodass man sich mit anderen Spielern messen kann. Das Styles-Feature verbessert die Wiederspielbarkeit des Titels bedeutend, da es prinzipiell unendliche viele Kombinationen aus Spielstilen gibt.

Mit dem neuen DLC erhöht sich der Preis des Spiels von 24,99 auf 29,99 Euro. Die Preiserhöhung ist gerechtfertigt, da Pistol Whip mit nunmehr 28 Szenen und dem Styles-Modus weitaus mehr Inhalte und Langzeitmotivation bietet als die 2019 erschienene Ursprungsversion.

Test-Update: „Pistol Whip: Encore“

Cloudhead Games veröffentlicht am 24. Februar 2022 einen weiteren Inhalts-DLC mit Namen Encore. Der bringt Folgendes:

  • Einen Partymodus, der es euch erlaubt, maßgeschneiderte Herausforderungen und Bestenlisten für Partygruppen zu erstellen und die VR-Brille von Person zu Person zu reichen.
  • Zwei neue Szenen mit Namen „The Way Home“ und „Fist Fight“, die auf der Abspannmusik der Mini-Kampagnen 2089 und Smoke & Thunder basieren. Damit kommt Pistol Whip auf mittlerweile 30 Szenen.
  • Drei neue Modifikatoren. Mit „No Beat“ spielt der Rhythmus keine Rolle mehr und eure Punktzahl wird allein durch die Genauigkeit eurer Abschüsse bestimmt. Das hilft Unmusikalischen. Der zweite neue Modifikator „Rhythmic“ macht das genaue Gegenteil: Hier geht es nur noch darum, dass ihr im Takt schießt, nicht jedoch, dass ihr gut trefft. Mit „Targets“ schließlich verwandeln sich Gegner in wandelnde Zielscheiben, sodass ihr sie besser seht.
  • Encore bringt außerdem drei neue Waffen und vier neue Waffenskins.

Pistol Whip könnt ihr hier kaufen:

Unterstützte Geräte Plattform Preis
Meta Quest (2), Oculus Rift (S) Rift Store, Quest Store (Crossbuy: Ja) 29,99 Euro
PC-VR-Brillen Steam 24,99 Euro
Playstation VR Playstation Store 32,99 Euro

Meta Quest 2 aus Deutschland bestellen

Meta Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

Bei Amazon Frankreich könnt ihr die Meta Quest 2 ganz normal kaufen. Tipp: Rechtsklick auf die Webseite und “Übersetzen” wählen.

Meta Quest – 128 GB | Oculus Quest – 256 GB

Hinweis: Ihr könnt bei Amazon Frankreich über euren deutschen Account bestellen. Die VR-Brille unterstützt deutsche Sprache in den Menüs. Eine regionale Sperre seitens Facebook ist derzeit nicht aktiv - Quest 2 funktioniert ganz normal. Amazon Frankreich liefert innerhalb weniger Tage, zum Teil werden die Geräte sogar aus Lagern in Deutschland verschickt.

Weiterlesen über Meta Quest 2:

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