Auf der CES 2021 präsentiert Panasonic mit Partnern ein neues Augmented-Reality-Hud für die Windschutzscheibe, das dank KI-Bildanalyse und weitem Sichtfeld fortschrittlich wirkt.

Mit AR in der Windschutzscheibe sollen Navigation und Sicherheit beim Autofahren verbessert werden. Die Pfadfindung ist der offensichtliche Einsatzzweck: Bei Panasonics AR-Hud schlängelt sich wie in einem Videospiel eine blaue Linie auf dem Asphalt und weist den Weg zur Destination.

Dass AR im Auto auch die Sicherheit verbessern kann, zeigt Panasonic in weiteren Szenarien: Zum Beispiel erkennt das System einen schlecht sichtbaren Zebrastreifen und hebt ihn durch gelbe Linien visuell hervor.

Auch Fahrradfahrer werden erkannt und visuell durch ein Icon betont. Sogar ob eine Brücke ausreichend hoch ist soll das System in Echtzeit vermessen und dem Fahrer als Information einblenden können.

Gerät ein sich bewegendes Objekt wie eine umfallende Mülltonne plötzlich auf die Fahrbahn, reagiert das Panasonic-Hud ebenfalls mit einer entsprechenden Warnung. Auf solche plötzlichen Veränderungen kann das System innerhalb von 300 Millisekunden reagieren.

Das Sichtfeld des AR-Huds soll größer sein als bei bisherigen Systemen. Recht gut einschätzen lässt es sich im Demovideo bei Minute 1:58, wenn das Fahrradfahrer-Icon rechts langsam aus dem Bild verschwindet.

Die Demo zeigt eine interessante Verschmelzung zwischen KI-gestützter Bildanalyse und Objekterkennung, die grundlegend sind für selbstfahrende Autos, sowie Augmented Reality. Die maschinelle visuelle Analysefähigkeit für die echte Welt ist ein Baustein für Zukunfts-AR.

AR im Auto: Eye-Tracking und 4K-Auflösung

Laut Panasonic nutzt das AR-Hud Eye-Tracking-Technologie, damit die digitale Projektion stets passend zu Kopfbewegungen in das Sichtfeld des Fahrers eingeblendet werden. Die Laser-basierte Projektion löst mit 4K auf.

Der 3D-Sensor des Systems kann laut Panasonic bis zu 90 Meter nach vorne schauen in einem 180-Grad-Winkel. Objekte in der Umgebung wie Fahrradfahrer oder Fußgänger sollen auch bei schwachem Licht noch gut erkannt werden.

Vibrationen der AR-Kamera, die die Umgebung filmt, soll das System automatisch rausrechnen, sodass die Verkehrsinformationen stabil in die Umgebung eingebettet sind und nicht mit den Bewegungen des Autos zittern.

Offen ist, ob diese visuelle Stütze im Alltag wirklich immer hilfreich oder mitunter sogar eher ablenkend ist, gerade in jenen Situationen, in denen instinktiv und schnell reagiert werden muss. Laut Panasonic soll das System die visuellen Hilfen eigenständig priorisieren und so den Fokus des Fahrers gezielt lenken.

Technisch jedenfalls ist die Panasonic-Demo eindrucksvoll und ein interessanter Vorgeschmack, wie fortschrittliche AR im Alltag aussehen könnte – wenn auch vorerst auf das Auto beschränkt, da die Technik noch nicht in eine komfortable Brille passt.

Für die Umsetzung des AR-Huds kooperiert Panasonic mit dem auf AR-Huds spezialisierten Unternehmen Envisics sowie dem KI-Unternehmen Phiar.

Quelle: Panasonic

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