Die Entwickler der VR-App Alcove wollen der ganzen Familie eine Oculus Quest aufziehen.

In der virtuellen Realität begegnen sich Menschen anders als am Monitor: Anstatt die andere Person distanziert auf einem flachen Bildschirm zu betrachten, hat man in VR (News) das Gefühl, gemeinsam einen Raum zu teilen. Dafür muss man allerdings einen unbequemen Gesichtscomputer aufziehen und verzichtet außerdem auf Mimik, denn in VR erscheinen Mitmenschen nur als digitale Avatare.

Die Entwickler der VR-App Alcove (frei übersetzt: Familienecke) glauben dennoch daran, dass die VR-Brille zerstreute Familien und Freunde digital zusammenführen kann: Wie häufig im echten Leben ist der zentrale Bezugspunkt in Alcove ein (virtuelles) Zuhause, in dem sich Verwandte und Bekannte mit der VR-Brille (Vergleich) verabreden können.

Reale Begegnungen in virtueller Realität

Fotos und anderen Utensilien füllen das Zuhause in Alcove mit den eigenen Erinnerungen. Sogar virtuelle Haustiere tauchen auf und die eigene Lieblingsmusik läuft vom Plattenteller.

Gemeinsame virtuelle Reisen durch 360-Grad-Fotos und -Videos startet man direkt aus dem Wohnzimmer, schaut Filme oder Konzerte und vertreibt sich die Zeit mit zahlreichen Brettspielen wie Dame.

Schon die Alcove-Version für Oculus Go überzeugte mit Detailreichtum. Doch Facebook wird Go nicht weiter unterstützen und ohnehin bietet die Quest-Brille speziell für die soziale Interaktion deutlich mehr Möglichkeiten: Ältere Menschen, die nicht mit Videospielen und Spielecontrollern aufgewachsen sind, können dank Handtracking (Guide) viel intuitiver mit der Umgebung interagieren.

Am 20. August erscheint Alcove kostenlos im Oculus Quest Store.

Ein lebendiges VR-Zuhause gegen Einsamkeit

Entwickelt wird Alcove von der Innovationseinheit der US-Organisation AARP (American Association of Retired Persons), die sich für die Interessen älterer Menschen einsetzt und gegen soziale Isolation kämpft.

“Alcove überbrückt die physische Distanz zwischen Familienmitgliedern und ermöglicht es Menschen, neue Orte und Dinge zu erleben, die sie sonst aus Kosten-, Zeit- oder Mobilitätsgründen nicht tun könnten”, beschreibt die Organisation die eigene App.

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