Oculus Go: Ein virtuelles Zuhause - "Alcove" im Test

Oculus Go: Ein virtuelles Zuhause -

Die kostenlose VR-App Alcove bietet ein ansehnliches virtuelles Zuhause. Wer Oculus Rooms nutzt, sollte einen Blick auf die Anwendung werfen.

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Startet man Alcove, findet man sich in einem erstaunlich detailliert gerenderten Haus wieder. Der moderne und luxuriöse Bau wartet mit vier Bereichen auf: einer Unterhaltungszone mit großem Flachfernseher, einem Familienbereich mit zwei Fotowänden, deren Motive man selbst wählen kann, einen Raum für virtuelle Reisen und eine Chillout-Zone mit Landschaftsblick, in der man meditieren oder assistierte Atemübungen machen kann.

Durch das Haus bewegt man sich mittels Teleportation an vordefinierte Punkte, die man mit dem Go-Controller auswählt. Alternativ kann man sich im Hauptmenü direkt in die jeweilige Zone teleportieren. Dank künstlicher Drehungen lässt sich das Haus bequem vom Sofa aus erkunden.

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Vom schlicht gehaltenen Hauptmenü aus wechselt man direkt in andere Wohnbereiche. BILD: AARP

Noch in Entwicklung

Alcove ist seit Kurzem kostenlos im frühen Zugriff erhältlich und noch immer in der Betaphase. Das zeigt sich an fehlenden oder noch ausbaufähigen Funktionen.

So zeigt der Flachfernseher im Wohnzimmer nur vorgefertigtes Programm und die Fotomotive kann man noch nicht selbst bestücken. Die Internetseite, auf der man eigene Bilder für die App hochladen kann, wurde offenbar noch nicht aufgeschaltet. Ebenfalls geplant, aber noch nicht umgesetzt, ist die Möglichkeit, Familienmitglieder oder Freunde in das virtuelle Zuhause einzuladen.

Wünschenswert wäre zudem, wenn man die App als Hub nutzen könnte, von dem aus man in andere Virtual-Reality-Apps startet. Derzeit kann man in Alcove lediglich die sehr empfehlenswerte Welterkundungs-App Wander (siehe Testbericht) starten, indem man im Reiseraum den Globus aktiviert.

Dieser Bereich des Hauses bietet virtuelle Sightseeing-Touren und Ballonfahrten  mittels durchaus ansehnlicher 360-Grad-Videos. Die Auswahl an Material ist jedoch recht begrenzt.

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Lust auf eine Ballonfahrt oder einen Tauchgang? Mit einem Klick auf das entsprechende Objekt geht es los. BILD: AARP

Erholung in der Virtual Reality

Der letzte und vierte Bereich des Hauses ist die Chillout-Zone, ein Balkon, von dem aus man wahlweise auf ein verschneites Berggebiet, eine Wiese oder ein in Echtzeit gerendertes Meer blicken kann. Leider bietet derzeit nur die Wiese eine Geräuschkulisse.

In diesem Bereich des Hauses kann man meditieren, Atemübungen machen oder Videos mit Wellness-Thematik starten. Produziert wurden sie von der US-Organisation AARP, die sich für die Interessen älterer Menschen einsetzt.

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Die Alcove-App wurde vom Innovationslabor der Organisation entwickelt. Das gleiche Studio zeichnet für die App VRHealth Portal verantwortlich, die zusammen mit Oculus produziert wurde. Die Anwendung kann von der Chillout-Zone des Hauses aus gestartet werden.

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Die Seele baumeln lassen auf dem Balkon. BILD: AARP

Fazit: Eine App mit Potenzial

Alcove fehlen noch einige, wichtige Funktionen, die das Studio hoffentlich bald nachreicht. Einen Download wert ist die App allerdings jetzt schon, denn sie bietet ein sehr ansehnliches virtuelles Zuhause und ist sauber programmiert.

Die Oculus-Variante zu Alcove ist Oculus Rooms. Sie ist grafisch einfacher gehalten, bietet dafür aber viele Funktionen, die Alcove noch fehlen, wie die Möglichkeit, andere VR-Nutzer einzuladen, sich gemeinsam Filme anzuschauen oder einfache Brettspiele zu spielen. Eine weitere Alternative ist Bigscreen.

Alcove ist für Oculus Go kostenlos im Oculus Store erhältlich.

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Titelbild: AARP Innovation Labs