Laut Facebooks VR- und AR-Manager Jason Rubin liegt’s am Tracking.

Bei einem Oculus-Event in London verrät uns Facebooks VR- und AR-Manager Jason Rubin, weshalb mit Quest und Rift S gleich zwei neue VR-Brillen erscheinen: eine für den PC, die andere autark.

Denn die insgeheime Hoffnung vieler VR-Fans war, dass die autarke VR-Brille Oculus Quest mit einem zusätzlichen PC-Anschluss kommt und so das Beste aus beiden Welten in einem Gerät vereint: Tolle Grafik wie am PC, wenn der in der Nähe ist, kombiniert mit Unterwegs-VR dank integriertem Smartphone-Prozessor und Trackingsystem.

Rift S: Trackingqualität wie bei der Original-Rift

Laut Rubin ist das Trackingsystem in Oculus Rift S optimiert für die nahtlose Kompatibilität mit dem Trackingsystem der originalen Rift-Brille. Die wurde noch von zwei bis drei im Raum verteilten externen Sensoren erfasst, die bei optimalem Aufbau den kompletten Nutzer samt VR-Controller stets im Blick hatten.

Diese Trackingqualität soll auch mit der Kamera-Anordnung in Rift S erreicht werden: zwei Kameras zeigen nach vorne, zwei nach schräg unten, eine nach oben. So werden alle Bewegungen erfasst, die auch die Original-Rift erkennt.

Entwickler müssen ihre VR-Apps und -Spiele nicht für Rift S anpassen, alles läuft wie gehabt. “Mit Rift S kann man die gesamte Oculus-Bibliothek für Oculus Rift nutzen”, sagt Rubin.

Oculus Rift S kostet 400 US-Dollar und ersetzt die klassische Oculus-Rift-Brille. Erscheinen wird die neue VR-Brille im Frühling.

Das in Rift S integrierte Trackingsystem soll so präzise erfassen wie das externe Trackingsystem der Original-Rift. Bild: Oculus

Oculus Quest hingegen trackt mit vier weitwinkligen Frontkameras in den Brillenecken. Die erfassen laut Rubin Bewegungen der beiden VR-Controller nicht ganz so umfangreich wie die beiden PC-Brillen. Beispielsweise kann es nahe am Körper vor der Brust oder über dem Kopf zu Aussetzern kommen. Das bestätigte auch ein Vorabtest der Quest-Brille vor Ort. Laut Rubin gibt Oculus Quest-Entwicklern daher Empfehlungen an die Hand, welche Bewegungen gut funktionieren und welche vermieden werden sollten.

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Die Trackingkameras in Oculus Quest sind anders angeordnet als bei Rift S. Nicht alle bereits vorhandenen Rift-Apps würden optimal mit Quest laufen. Deshalb fehlt der PC-Anschluss. Bild: Oculus

Cross-Play-Apps für Quest und Rift S soll es trotz des qualitativen Unterschieds beim Tracking geben. Typischerweise dürften Quest-Apps für Rift S aufpoliert werden: Das zusätzliche Trackingvolumen von Rift S macht sich dann bestenfalls gar nicht oder positiv bemerkbar. Für zukünftige Titel können Entwickler von Anfang an beide Systeme berücksichtigen.

Autoren: Christian Steiner, Matthias Bastian, Titelbild: Oculus

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