Oculus-Film "Colette" gewinnt einen Oscar

Oculus-Film

Der von Oculus mitproduzierte 2D-Dokumentarfilm Colette gewann einen Oscar. Wer möchte, kann ihn mit Oculus Quest kostenlos ansehen.

Anzeige
Anzeige

Colette erzählt die Geschichte der französischen Widerstandskämpferin Colette Marin-Catherine, deren Bruder von den Nazis ermordet wurde. An der Seite der angehenden Historikerin Lucie, entschließt sich Colette, zum KZ Mittelbau-Dora zu reisen, wo ihr Bruder starb. Der Dokumentarfilm begleitet Colette und Lucie auf den Stationen dieser Reisen und zeigt Colettes schmerzhafte Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit.

Produziert wurde Colette für das VR-Spiel Medal of Honor: Above and Beyond (Test). Für den von Facebook finanzierten Titel wurden eine Reihe hochwertiger Dokumentarfilme und Interviews mit Veteranen gedreht, die das Ballerspiel in einen ernsthaften Kontext einbetten sollten.

___STEADY_PAYWALL___

Das meiste Material, einschließlich Colette, liegt im 2D-Format und kann im Spiel auf einer virtuellen Leinwand betrachtet werden. Die vereinzelten 360-Grad-Aufnahmen zeigen, wie die Schlachtfelder heute aussehen, liegen allerdings in einer schlechten Bildqualität vor.

Diese VR-Erfahrung gewann einen Oscar

Gestern gewann Colette den Oscar in der Kategorie "Bester Dokumentar-Kurzfilm". Laut Facebook ist es der erste Film, der der Videospielindustrie entsprang und einen Oscar einheimste.

Interessant: Wäre Colette im VR-Format gedreht worden, wäre er nicht nominiert worden. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences anerkennt nur klassische Filmformate. Der VR-Film Pearl musste für seine Oscarnomination ins 2D-Format übersetzt werden - und ging schlussendlich leer aus.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 3,50 € / Monat
logo

Dennoch gab es schon VR-Produktionen, die als solche einen Oscar erhielten, nämlich Alejandro González Iñárritus Carne y Arena. Der gefeierte Regisseur (The Revenant, Birdman, Babel) erhielt einen Spezial-Oscar für seine aufwendige VR-Installation, die das Schicksal mexikanischer Immigranten thematisiert.

Colette kann man auf der Webseite des Guardian ansehen oder in Oculus TV auf Oculus Quest (2).

Die folgenden VR-Apps befassen sich mit dem Holocaust und sind pädagogisch wertvoll sowie hochwertig produziert:

Quelle: Oculus Blog