Mit CloudXR will Nvidia beweisen, dass schnelles 5G-Streaming ein wichtiger Bestandteil der XR-Zukunft sein wird.

Viele in der XR-Branche glauben, dass VR und AR erst mit 5G-Streaming so richtig durchstarten. Da 5G im Optimalfall eine ausreichend geringe Latenz für XR-Anwendungen bietet bei einem hohen Datendurchsatz, könnten Inhalte komplett in die Brille gestreamt werden.

Die Folge: VR- und AR-Brillen könnten wohl kompakter und günstiger gebaut werden, da sie selbst weniger Rechenleistung benötigten. Außerdem müssten XR-Nutzer nicht mehr in teure Zuspieler investieren wie einen schnellen PC oder eine Spielekonsole.

Mit GeForce Now bietet Nvidia schon einen Streaming-Service für Spiele an, der ist allerdings aufgrund der im Vergleich zu lokalen Abspielgeräten hohen Latenz nicht für XR-Inhalte geeignet. Eben dieses Problem soll CloudXR durch die 5G-Unterstützung beseitigen. So lautet jedenfalls die Theorie.

CloudXR von Nvidia für 5G-Streaming

Mit dem eigenen CloudXR-Service will Nvidia eben diese Theorie in die Praxis umsetzen: Über die Plattform sollen in der Cloud gerenderte AR- und VR-Inhalte via 5G direkt in die Abspielbrille oder an andere Geräte übertragen werden. CloudXR wird SteamVR- und OpenVR-Anwendungen nativ unterstützen, Nvidia möchte Entwicklern die notwendige Software zur Verfügung stellen.

Nvidias Softwarepaket enthält:

  • Einen Treiber für Server in Datenzentren.
  • Eine Client-Library für VR- und AR-Streaming von OpenVR-Apps zu Android- und Windows-Geräten.
  • Ein SDK für portable Geräte, mit dem App-Entwickler Cloud-Streaming-Inhalte abrufen können.

Bei einer ersten Demo auf dem Mobile World Congress in Los Angeles zeigte Nvidia-Chef Jensen Huang, wie über CloudXR ein 3D-Modell an ein AR-fähiges Smartphone übertragen werden kann.

Ein Server mit einer virtuellen Maschine ausgestattet mit einer Nvidia Quadro RTX 8000 berechnet das 3D-Modell mit der Software Autodesk VRED. Das Streaming ist laut Nvidia dynamisch angelegt und optimiert Bildqualität sowie -wiederholraten entlang der Übertragungsparameter.

Eine genaue Latenz fürs 5G-Streaming nennt Nvidia nicht, es gebe aber “keinen feststellbaren Unterschied” im Vergleich zu einem lokal gerenderten Inhalt. Unklar ist, über welche Infrastruktur Nvidia CloudXR-Inhalte verteilen will, damit die geringe 5G-Latenz möglichst unbeeinträchtigt bei den Nutzern ankommt.

Quellen: Road to VR / Nvidia

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