Das Feuer von Notre-Dame: Wie das 3D-Zeitalter klassische Bauwerke verewigen könnte

Das Feuer von Notre-Dame: Wie das 3D-Zeitalter klassische Bauwerke verewigen könnte

Die Kathedrale Notre-Dame wird nach dem gestrigen Feuer nie wieder die alte sein. Mittels 3D-Scanning und Photogrammetrie hätte man das Pariser Wahrzeichen zumindest digital für die Nachwelt erhalten können.

Anzeige
Anzeige

Klar: Eine digitale Version der Notre-Dame kann das physische und von Menschenhand errichtete Bauwerk niemals ersetzen. Ein Stück weit wäre sie aber dennoch verewigt - vorausgesetzt, dass man man die Kirche als perfekte 3D-Rekonstruktion in der Virtual Reality begehen könnte.

Die dafür benötigte Technologie entwickelt sich noch und damit meine ich nicht nur die Geräte, die für das Einfangen der Kathedrale zuständig sind, sondern ebenso die VR-Systeme, mit denen man das Bauwerk so erleben könnte, als wäre man wirklich vor Ort.

___STEADY_PAYWALL___

Zwar gibt es bereits fortschrittliche 3D-Scanner und optimierte Photogrammetrie-Arbeitsprozesse, aber ein Bauwerk wie die Kathedrale von Notre-Dame bis ins kleinste Detail einzufangen, wäre ein teures Mammutprojekt.

Der Stand der Technik beeindruckt heute schon

Dennoch können heute schon sehr gute Ergebnisse erzielt werden: Die Fotogrammetrie-Spezialisten des deutschen Startups Realities.io haben beispielsweise Teile des Kölner Doms beeindruckend echt in 3D eingefangen. Ebenso eindrucksvoll ist der virtuelle Besuch der Nefertari-Grabkammer, in der man selbst die feinsten Details der Wandgemälde erkennen kann.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 3,50 € / Monat
logo

Beide 3D-Rekonstruktionen können mittels VR-Brille frei begangen werden, sodass man mitunter das Gefühl hat, tatsächlich vor Ort zu sein. Diese beiden VR-Erfahrungen - und einige andere - zeigen den aktuellen Stand der Technik, die sich in den kommenden Jahren stark weiterentwickeln dürfte.

Gut möglich, dass ein Unternehmen wie Google in zehn oder 15 Jahren nicht mehr nur Kunstwerke und Bücher digital verewigt, sondern ganze Bauwerke - und damit einen wichtigen Beitrag zur digitalen Erhaltung architektonischer Kulturgüter leistet. Denn diese sind, wie wir gestern gesehen haben, nicht nur durch Krieg oder hohes Alter bedroht.

Titelbild: Unbenannt by Adrienn

Weiterlesen zum Thema Fotogrammetrie und 3D-Scanning: