Die US-Künstlerin Claire Hentschker hat mittels Fotogrammetrie gefilmte Räume des Horrorfilmklassikers “The Shining” in begehbare 3D-Modelle überführt. Das Ergebnis fasziniert.

Fotogrammetrie ist ein Verfahren, bei dem aus zusammenhängenden Einzelfotografien eines Objekts oder Raums ein 3D-Modell berechnet wird. So entstehen teils fotorealistische Duplikate echter Gegenstände oder Orte. Die US-Künstlerin Claire Hentschker hat ein anderes Ziel: Sie rekonstruiert per Fotogrammetrie Räume, die nicht oder nicht mehr existieren.

“Als ich jünger war, liebte ich es, wenn ein Buch eine Karte besaß, auf der das imaginäre Land der Geschichte eingezeichnet war. Das hat mir gezeigt, dass Werkzeuge, mit denen wir unsere Welt zu verstehen versuchen, genutzt werden können, um irreale Orte zu erkunden”, sagt Hentschker gegenüber der Webseite Itsnicethat.

Begehbare Erinnerungen fremder Leute

Hentschker arbeitet in einer Abteilung der Carnegie Mellon Universität, die sich mit neuen Formen der Kunst beschäftigt. Dort nutzte sie während neun Monaten jeden Computer, den sie finden konnte, um über Nacht aus zehntausenden Einzelbildern von Kubriks Horrorfilm 3D-Modelle von Räumen des fiktiven Overlook-Hotels zu erstellen.

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