Man stelle sich vor, Smartphones hätten leistungsfähige 3D-Kameras verbaut, mit denen Nutzer ihre Umgebung dreidimensional scannen und in eine Cloud hochladen könnten. So würde nach und nach ein exaktes 3D-Modell der Welt stehen. Mit einer VR-Brille könnte man das digitale Replikat anschließend in Ruhe erkunden. Das finnische Unternehmen Umbra arbeitet an der hierfür nötigen Infrastruktur.

Umbra entwickelt eine Cloud-Plattform, auf die Nutzer mit einem Klick 3D-Datensätze im zweistelligen Terabyte-Bereich hochladen können. Algorithmen optimieren die digitale Information, sodass die 3D-Modelle verzögerungsfrei und in hoher Bildwiederholrate in den Webbrowser, auf mobile Geräte und in AR- oder VR-Brillen gestreamt werden können. Die Bildauflösung soll bis zu 100 Megapixel betragen.

Die Technologie baue auf jahrelanger Forschung auf und wurde in Zusammenarbeit mit Spielestudios wie Bethesda und Architekturfirmen entwickelt, sagt der CEO Otso Makinen.

Von der Satellitensicht zum Kieselsteinchen

Um die Fähigkeiten des 3D-Streamings vorzuführen, hat das Unternehmen ein ehrgeiziges Projekt in Angriff genommen: Es möchte einen hochdetaillierten 3D-Scan von Finnlands Hauptstadt Helsinki erstellen und auf der eigenen Plattform der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Danach soll dank Crowdsourcing die ganze Welt dreidimensional gescannt werden. Die Rede ist von einem Google Earth VR in besser. Sehr viel besser.

In einem Youtube-Video (siehe unten) zeigt Umbra am Beispiel des Helsinki-Projekts, welcher Detailgrad möglich ist: Von einer groben Satellitenansicht bis zum einzelnen Kieselsteinchen lässt sich alles in 3D digitalisieren und flüssig auf Endgeräten darstellen.

Zurzeit steht die Plattform nur Unternehmen zur Verfügung. Dies soll sich jedoch ändern: In Zukunft soll es Endverbrauchern mittels Smartphones und Dronen möglich sein, Objekte und ganze Umgebungen einzuscannen und in die Umb…

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