Mit Fotogrammetrie kann man reale Objekte oder Räume in 3D-Modelle verwandeln. Man braucht nur eine Smartphone-Kamera und Geduld. Der Filmemacher und Fotogrammetrie-Spezialist Az Balabanian führt in einer Anleitung durch die wichtigsten Schritte.

Ende September zeigte Balabanian bei Reddit den digitalisierten Innenraum eines Hauses. Die 400 Fotografien, die er dem 3D-Modell zugrunde legte, schoss er in lediglich 20 Minuten. Die Berechnung des 3D-Modells nahm zwei bis drei Stunden in Anspruch. Danach lud er das Modell in Tilt Brush und zeichnete ein Feuer im Kamin. Am Zeitaufwand gemessen ist das Ergebnis beeindruckend:

 

Ein Smartphone reicht für den Anfang

Bei Medium veröffentlichte Balabanian diese Woche eine Anleitung, die den Einstieg in die Fotogrammetrie erleichtert. Für sein Tutorial digitalisierte er eine Feuerstelle in einem Hinterhof. Das Beispiel ist bewusst gewählt: Es sei einfacher, ein kleineres Objekt im Freien als ganze Innenräume einzufangen, da man draußen mehr Licht hat und sich beim Fotografieren ungehindert bewegen kann.

Aber Außenaufnahmen haben ebenso ihre Tücken: Braucht man zu lange für das Fotografieren verändert sich der Lichteinfall und damit auch der Schattenwurf, was zu Artefakten führen kann. Deshalb sollte man die Fotografien am besten um die Mittagszeit herum machen, wenn die Sonne am höchsten Punkt steht.

Für die Aufnahmen nutzte Balabanian die Kamera eines iPhone 7 Plus. Beim Fotografieren bewegte er sich Schritt für Schritt um die Feuerstelle herum und machte bei jeder neuen Position ein Foto. Das Ergebnis sind 97 Aufnahmen, die als Grundlage für das 3D-Modell dienen.

Vollautomatisierte 3D-Rekonstruktion

Für den Einstieg in die 3D…

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