An der Schwelle oder schon darüber?

An der Schwelle oder schon darüber?

Rückblick in die Computerzukunft: Zwei neue KI-Modelle führen uns in dieser Woche einen Schritt tiefer in das nächste Mensch-Computer-Paradigma.

„Deep Learning trifft auf eine Wand“ – und die bekommt Risse. | Bild: DALL-E 2 / via Greg Brockman, OpenAI

PaLM und DALL-E, diese beiden Namen bestimmten diese Woche die KI-Neuigkeiten. Das „Pathways Language Model“ ist der erste Baustein von Googles großer Vision einer mächtigen Allzweck-KI. PaLM zeigt laut Google „bahnbrechende Fähigkeiten“ bei besonders anspruchsvollen Aufgaben wie dem Sprachverständnis. OpenAIs Bild-KI DALL-E 2 malt und entwirft anhand weniger Sätze detaillierte Grafiken in vielen Stilen. „Es ist wichtig, ehrlich zu sein“, schreibt OpenAI-CEO Sam Altman bei seiner Reflexion möglicher Auswirkungen von DALL-E 2 auf den Arbeitsmarkt.

Durk Kingma arbeitet als KI-Forscher derzeit bei Google AI. Zuvor war er bei OpenAI beschäftigt. Er bescheinigt generativer KI und speziell diesen beiden neuen Modellen „beinahe magische“ Fähigkeiten, deren Auswirkungen die meisten (fachfremden) Menschen nicht verstünden. „Das ist völliger Wahnsinn. Diese Technologie wird die Gesellschaft grundlegend verändern“, twittert Kingma.

Hat Kingma recht? Stehen wir an der Schwelle zu einem neuen Mensch-Computer-Paradigma, das unser Leben grundlegend verändern wird?

Ich denke: Wir haben diese Schwelle längst überschritten. Doch wer auf die große KI-Revolution wartet, wartet vergebens. Denn wie bei neuen Technologien üblich – vom Auto bis zum Smartphone – werden wir auch bei KI die großen Umwälzungen im vollen Umfang erst in der Rückschau erkennen. Die Technologisierung der Welt hat keinen Ein- und Ausschalter – sie hat einen Dimmer. Google und OpenAI haben in dieser Woche die Spannung erhöht.

>> OpenAI: DALL-E 2 wird die Kreativbranche revolutionieren


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🎧📺 MIXEDCAST #293: Party Hard in VR & ein Comeback

Was geht eigentlich in der VR-Clubbing-Szene ab? Als Kenner und Fan der Berliner Clubbing-Szene musste Sven pandemiebedingt Alternativen finden. In VR Chat hat sich schon lange eine Underground-Clubbing-Szene mit etablierten Clubs gebildet. Vom Dresscode der Avatare über opulent und liebevoll gestaltete Locations mit aufwendigen Lichtshows ist dort alles dabei. Sven erzählt von seinen Erfahrungen und zeigt, was heute schon im Party-Metaverse möglich ist.

Den MIXED.de-Podcast gibt es bei YouTube, Soundcloud, Spotify, iTunes, in der Google Podcast-App oder als RSS-Feed.


🤔 zum Abschluss

Eine junge Frau, einmal sehr dünn, einmal etwas fülliger und kleiner. Diese zweite Variante wurde mit dem NeuralReshaper per Schieberegler generiert.

Bild: Zhejiang University in Hangzhou / School of Creative Media an der City University of Hong Kong / MIXED

Chinesische Forscher und Forscherinnen stellen eine automatisierte KI-Methode vor, mit der man Körper auf Fotos nach den eigenen Vorlieben formen kann. Dafür reichen drei Schieberegler: Größe, Gewicht, Proportionen.

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