Neill Blomkamps Sci-Fi-Horror Demonic spielt mit VR-Technik

Neill Blomkamps Sci-Fi-Horror Demonic spielt mit VR-Technik

Mit „Demonic“ liefert Sci-Fi-Regisseur Neil Blomkamp einen aufwendig produzierten Horror-Kurzfilm, der zum Teil volumetrisch gedreht wurde.

Bekannt wurde Neill Blomkamp mit dem genialen Sci-Fi-Film „District 9“. Mit „Elysium“ und „Chappie“ legte er zwei weitere starke Vertreter des Genres nach, das er jetzt erstmals wechselt: Sein neuestes Werk „Demonic“ ist ein knallharter Horrorfilm, der aber weiter mit Sci-Fi-Elementen spielt.

Mit VR-Technologie in Traumwelten eintauchen

In Demonic dreht sich alles um ein Experiment, dessen Sinn und Zweck Zuschauer:innen zunächst unbekannt bleibt: Carly, gespielt von Carly Pope, hat sich von ihrer Mutter entfremdet. In einem Experiment taucht sie mithilfe einer Art VR-Technologie in simulierte 3D-Welten, die die Träume und Erinnerungen einer anderen Person darstellen. Die Tochter muss herausfinden, was das mit ihrer Mutter zu tun hat und welches Geheimnis sie verbirgt.

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Blomkamp selbst bezeichnet Demonic als Crossover zwischen Science-Fiction und Horror – eine Art „Der Rasenmähermann“ trifft auf „Der Exorzist“.

„Ich glaube, die Idee dazu war eine Mischung aus verschiedenen Ideen, die ich für Dinge hatte, an denen ich irgendwann einmal arbeiten wollte, wie volumetrische Aufnahmen, die schließlich zu VR wurden, und die Idee, dass der Vatikan eher wie im 21. Jahrhundert agiert und Technologieunternehmen aufkauft“, sagt Blomkamp zu The Daily Beast. „Also habe ich sie einfach vermischt.“

Demonic wurde teils volumetrisch gedreht

Blomkamp drehte Demonic binnen 24 Tagen relativ spontan während der Corona-Pandemie und mit geringem Budget. Den Film finanzierte er aus eigener Tasche.

Dabei setzte er auf eine technische Besonderheit: Die VR-Szenen im Film wurden aufwendig volumetrisch gedreht, also mit rund 260 Kameras gleichzeitig aus vielen unterschiedlichen Perspektiven.

Diese vielen Einzelaufnahmen wurden anschließend am Computer mit der Unity Engine zu einer frei begehbaren 3D-Szene vernäht. Die 2D-Szenen für den Film wurden dann innerhalb der 3D-Szene mit einer virtuellen, handgehaltenen Kamera aufgezeichnet.

Im folgenden Video waren die YouTuber von Linus Tech Tips am Set von Demonic und dokumentieren ausführlich den Produktionsprozess für den volumetrischen Teil von Demonic.

Ob Blomkamp Demonic samt volumetrischer Szenen für VR-Brillen (Vergleich) bringt, ist nicht bekannt. Im Film selbst kommt die volumetrische Aufnahme zwar vor, aber herkömmlich in 2D inszeniert. Blomkamp benutzt die etwas grobe volumetrische Optik als eine Art Spezialeffekt für die traumartigen VR-Szenen.

In den USA läuft der Film derzeit in den Kinos an, bekam aber durchwachsene Kritiken. Ein Starttermin für Deutschland ist noch nicht bekannt.

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