XR-Experiment: 12.000 Vögel in einem Atrium

XR-Experiment: 12.000 Vögel in einem Atrium

Varjo demonstriert die Mixed-Reality-Fähigkeiten der Varjo XR-3 mit 12.000 "Vögeln" in einem Atrium.

Anzeige
Anzeige

Bei den Vögeln in Varjos Beispiel handelt es sich nicht um verrückte Killer, wie sie sich Altmeister Alfred Hitchcock in seinem Thrillerklassiker "Die Vögel" vorstellte. Stattdessen wird jeder "Vogel" durch eine V-Form dargestellt.

Während starre Flügel die Aufgabe vereinfachen, ist es eine Herausforderung, 12.000 virtuelle Objekte durch eine reale Umgebung zu fliegen und diese in einem Mixed-Reality-Headset darzustellen.

Varjo veröffentlichte dazu ein Video.

Das Video beginnt mit einem Blick auf den verwendeten Computer, dann schwenkt es nach oben, wo plötzlich ein "Vogelschwarm" erscheint. 

Anzeige
Anzeige

Wie Varjo das XR-Video erstellte

Für die Demonstration wurde die Varjo XR-3 verwendet, ein fortschrittliches und teures Modell für den professionellen Einsatz.

Es enthält zwar LiDAR-Sensoren zur Tiefenerkennung, aber die Reichweite ist auf fünf Meter begrenzt. Deshalb erstellte Varjo ein 3D-Modell des Atriums und definierte damit das physische Layout im Voraus. Ein Varjo-Tracker (QR-Code) hilft, den tatsächlichen und den virtuellen Raum aufeinander abzustimmen.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 3,50 € / Monat
logo

Die XR-App wurde mit Unity erstellt und verwendet die ECS-Swarm-Komponente, um das sogenannte Flocking-Verhalten zu steuern. V-Formen schwärmen durch Varjos Lobby und fliegen mit überzeugender Verdeckung (dynamische Okklusion) um Säulen.

Varjo XR-3 Technologie

Diese Demonstration erfordert ein sehr teures Mixed-Reality-Headset und einen leistungsstarken Computer. Die Varjo XR-3 kostet über 6.000 Dollar, und der Nvidia RTX A6000-Grafikprozessor, der die Flocking-Berechnungen und das Grafik-Rendering durchführt, kostet rund 4.650 Dollar.

Anzeige
Anzeige

Die Computerspezifikationen sind so gut, dass Varjo davon ausgeht, dass eine zukünftige Version auch Raytracing verwenden könnte. Es sei auch möglich, die Anzahl der "Vögel" auf über 25.000 virtuelle Vögel mehr als zu verdoppeln.

Mixed Reality ist aber auch mit erschwinglicheren Systemen möglich. Die meisten neueren Standalone-Headsets wie Quest Pro, Pico 4 und Vive XR Elite verfügen über eine Passthrough-Kamera. Beispiele für XR-Anwendungen sind die Spatial Fusion-Demo, verschiedene Mixed-Reality-Apps und Spiele wie FPS Enhanced Reality.

Die Hardware-Demonstration vermittelt einen Eindruck davon, was mit kompakten VR-Brillen und AR-Brillen der Zukunft möglich sein könnte.