Microsoft stellt 3D-Tool für VR-Kreation ein

Microsoft stellt 3D-Tool für VR-Kreation ein

Microsoft will das 2018 eingeführte VR-3D-Werkzeug Maquette nicht weiterentwickeln. Damit reiht sich die App in die Liste der aufgegebenen VR-3D-Tools ein.

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Im Januar 2019 veröffentlichte Microsoft „Maquette“: Mit dem 3D-Werkzeug können Entwickler:innen 3D-Inhalte direkt in VR entwerfen. Die erstellten 3D-Modelle können dann etwa in 3D-Engines wie Unity oder Unreal importiert und dort verwendet werden. Maquette ähnelt Software wie Googles Tilt Brush, Oculus‘ Quill und Medium.

Mit Maquette geht’s nicht mehr weiter

Microsofts Software erleidet jetzt ein ähnliches Schicksal wie die verwandte Software der Konkurrenz: Microsoft stellt die Weiterentwicklung von Maquette ein und vertreibt die App nicht mehr in den offiziellen Stores.

Offenbar erfüllte Maquette nicht die eigenen Qualitätsansprüche. In einer Mitteilung auf der Software-Seite heißt es: „Microsoft wird die Erkenntnisse aus der Entwicklung der Anwendung und das Feedback aus der Community nutzen, um in Zukunft bessere Tools für die Erstellung von Mixed Reality-Inhalten zu ermöglichen.“

VR-Tools für 3D-Kreation auf dem Rückzug?

Auch Google gab die einst gehypte VR-App Tilt Brush auf, machte die App aber immerhin als Open Source zugänglich, sodass sie von interessierten Entwickler:innen weiterentwickelt werden kann. Microsoft hat laut eigenen Angaben keine Pläne, Maquette als Open-Source-Code zu veröffentlichen. Ein Download von Maquette ist aber weiter über die Dokumentationsseite möglich.

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Weshalb Microsoft, Google und Meta (Medium, Quill) ihre 3D-VR-Tools fallen lassen, darüber lässt sich nur spekulieren. Möglich, dass sich der VR-Kreationsprozess als zu umständlich erweist im Vergleich zur Arbeit am Monitor oder dass die Programme nicht in das Software-Portfolio der Plattformbetreiber passen. Die Anwendungsszenarien gehören nicht zum Kerngeschäft und ziehen kein großes Publikum an.

Meta etwa verkaufte Oculus Medium an Adobe und trat die Rechte an Quill an den Urheber Iñigo Quilez ab, dabei hatten beide Programme reichlich Rückenwind aus der VR-Gemeinschaft. Adobe bietet derzeit mit dem Substance 3D Modeler ein eigenes Werkzeug für 3D-Modelle an, das sowohl am Monitor als auch in VR funktioniert. Das reine VR-Tool Medium ist zwar weiter im Oculus Store verfügbar, allerdings entwickelt Adobe die App nicht weiter.

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Quelle: Twitter