Metaverse-Interface: 80 Millionen US-Dollar für Handtracking

Metaverse-Interface: 80 Millionen US-Dollar für Handtracking

Ultraleap will das Interface der Zukunft liefern. Investoren glauben an diese Vision und stecken viel Geld in das Unternehmen.

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Ultraleap geht auf die 2010 und 2013 gegründeten Start-ups Leap Motion und Ultrahaptics zurück. Leap Motion entwickelt Hard- und Software für Handtracking, Ultrahaptics handliche Module, die mittels Ultraschall in der Luft Konturen virtueller Objekte spürbar machen. Die beiden Unternehmen schlossen sich 2019 zusammen, woraus das heutige Ultraleap hervorging.

Die Handtracking-Technologie hat mittlerweile Eingang in eine Reihe von VR-Brillen (Vergleich) gefunden, darunter Geräte des finnischen Herstellers Varjo und die Mixed-Reality-Brille Lynx R-1. Pimax bietet ebenfalls Handtracking-Module auf Basis von Ultraleaps Technologie. Die fünfte Generation der Handtracking-Software wurde kürzlich unter dem Namen Gemini veröffentlicht und gilt als eine der robustesten Handtracking-Lösungen auf dem Markt.

Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren diversifiziert und weitere Märkte erschlossen: Es entwickelt kontaktlose haptische Interfaces für Out-of-Home-Automaten und Fahrzeuge.

Große Investition in Ultraleaps Zukunft

Nun gibt Ultraleap das Ergebnis einer Serie-D-Finanzierung bekannt: Das Unternehmen sicherte sich umgerechnet 81 Millionen US-Dollar. Die Leitinvestoren sind Tencent, British Patient Capital und CMB International, wobei bisherige Kapitalgeber erneut investierten.

Die Finanzmittel fließen in sämtliche Geschäftssparten. Im XR-Bereich will Ultraleap das Handtracking mithilfe vertiefter Forschung und Entwicklung weiter verbessern und auf weitere Plattformen bringen sowie neue Software-Tools entwickeln.

Ultraleap verspricht außerdem neue Produkte für kontaktlose Out-Of-Home-Interfaces und eine Weiterentwicklung der Haptik-Plattform für Fahrzeuge.

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Handtracking: der primäre Metaverse-Input?

CEO Tom Carter glaubt, dass Handtracking für XR sein wird, was der Touchscreen fürs Smartphone ist. Das neue Interface werde in der Metaverse-Zukunft zum allgegenwärtigen Standard, der Menschen zu Hause, im Büro, im Auto und in der Öffentlichkeit begleitet.

„Mit dieser Serie-D-Finanzierung wollen wir den Übergang zur primären Schnittstelle – den Händen – beschleunigen. Denn im Metaverse gibt es keine physischen Controller, Knöpfe oder Touchscreens“, sagt Carter in einer Pressemitteilung.

Im Bereich der XR-Interfaces gibt es freilich noch andere, komplementäre Eingabemethoden wie Sprachsteuerung und neurale Interfaces, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen werden.

Ultraleap beschäftigt derzeit 150 Angestellte in Europa, Nordamerika und Asien.

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Quelle: Ultraleap Blog