Meta zeigt neue Metaverse-Vision und Next-Gen-Brille

Meta zeigt neue Metaverse-Vision und Next-Gen-Brille

In einer neuen Metaverse-Vision kämpft Meta gegen die Abwertung des Virtuellen – und zeigt den Einsatz der Technologie für Medizin und Bildung.

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Kritiker:innen von Facebooks Metaverse-Umschwung hinterfragen den Sinn eines 3D-Internets oder befürchten eine Dystopie, in der Meta Menschen zugunsten von Werbeprofiten in eine virtuelle Welt lockt, in der sie dann möglichst viel Lebenszeit vertrödeln.

Virtualität ist nicht das Gegenteil von Realität

Mit einem neuen Werbevideo reagiert Meta sehr direkt auf kritische Stimmen, die durch eine Zunahme des Virtuellen eine Abwertung der Realität befürchten – oder dass Meta, wie in den vergangenen 18 Jahren, weiter rein an Werbeumsatz interessiert ist.

Die Firma stellt bewusst heraus, dass im Virtuellen gemachte Erfahrungen oder gelernte Dinge einen realen Wert haben. Zudem zeigt sie, wie XR die reale Welt bereichern kann. Bei der Metaverse-Enthüllung lag der Fokus noch stärker auf rein virtuellen und abstrakten, bunten Welten.

„Einige sagen, dass das Metaverse nur virtuell ist“, beginnt das Video, geht dann über in einige Positivszenarien für Medizin und Bildung und endet mit einem Nutzenverweis: „Das Metaverse mag virtuell sein, aber die Auswirkungen werden real sein.“

„Viele der Vorteile des Metaverse werden sich erst durch Fortschritte erschließen, die noch auf sich warten lassen. Aber sie sind zum Greifen nah. Wir hoffen, dass dieses Video zeigt, dass die Auswirkungen auf Bildung, Gesundheitswesen und vieles mehr sehr real sein werden“, schreibt Metas PR-Chef Nick Clegg.

Ausblick auf Zukunftstechnologien – Reality Check

Interessant ist insbesondere die VR-AR-Brille, die Meta als Teil dieser Zukunftsvision präsentiert – im Gegensatz zu schlanken AR-Brillen, die im Video keine Rolle spielen

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Das hat Gründe: Zu einer schlanken Mixed-Reality-Brille wie im Video besteht schon Sichtkontakt. Project Cambria und Apples XR-Brille könnten diesen Formfaktor fast erreichen. Die Generation danach sollte es sicher schaffen. Schlanke, alltagstaugliche AR-Brillen hingegen sind eine ungelöste Aufgabe.

Das Chirurgie-Beispiel ist technisch realistisch und mit schon verfügbaren Profi-XR-Brillen wie von Varjo wahrscheinlich heute bereits umsetzbar. Handtracking funktioniert und ist schon rein per Kamera recht präzise. Die Trackingfingerhüte an den Fingern der Ärztin könnten die Präzision fürs Chirurgie-Training zusätzlich steigern und ein Hinweis sein, mit welchen Eingabemöglichkeiten sich Meta derzeit zusätzlich befasst.

Dann wären da noch die VR-Szenarien im Hörsaal und der virtuelle Klassenausflug ins alte Rom: Hier fällt vornehmlich die lebensechte audiovisuelle Präsentation auf, die nicht mehr von der Realität zu unterscheiden ist – das hat schon Matrix-Niveau, insbesondere bei den Avataren.

Betrachtet man die rasante Entwicklung bei Computergrafik und Fortschritte bei neuen KI-gestützten Rendermethoden, ist auch dieses Szenario kein völliges Hirngespinst – wenn es auch in der dargestellten Qualität deutlich weiter in der Zukunft liegt als die beiden zuvor besprochenen Szenarien. Bei fotorealistischen Avataren verzeichnete Meta zuletzt technische Fortschritte.

Quellen: Meta