Meta vs. Pico: Wichtiger Meta-Ingenieur wechselt zur Konkurrenz

Meta vs. Pico: Wichtiger Meta-Ingenieur wechselt zur Konkurrenz

Einer der besten Grafik-Ingenieure Metas arbeitet nun für Pico und baut beim Konkurrenten ein neues Team auf.

Mit Werbeeinnahmen bezahlen wir unsere Redakteur:innen.
Mit einem MIXED-Abo kannst Du unsere Seite werbefrei lesen.

Jian Zhang hat viel Erfahrung in der Grafikentwicklung. Vor seiner VR-Karriere arbeitete er zehn Jahre in der Spieleindustrie und entwickelte in leitender Funktion die Grafik für Titel wie Tom Clancy’s Endwar, Ghost Recon: Future Soldier und mehrere Call-of-Duty-Ableger.

2016 stieg er bei Facebook ein und arbeitete in führender Rolle an Grafik- und Rendertechnologien, den VR-SDKs, Game-Engine-Integrationen und OpenXR.

Zhang ist Miterfinder von Application Spacewarp, einer neuen Rendertechnik, die in Virtual-Reality-Spielen bis zu 70 Prozent mehr CPU- und GPU-Leistung aus Meta Quest 1 & 2 herausholt.

Metas ehemaliger Grafik-Profi baut Pico-Team auf

Zhang arbeitete sechs Jahre für Meta. Ende Juli wechselte er zu Bytedance, der TikTok-Mutterfirma, die vor einem Jahr den chinesischen VR-Brillenhersteller Pico erwarb. Sein neuer Arbeitsplatz in Mountain View, Kalifornien ist 30 Autominuten von Metas XR-Hauptquartier Burlingame entfernt.

„Der Urlaub ist vorbei, ich habe meine neue Stelle bei ByteDance angetreten, wir bauen ein neues XR-Engine- und Runtime-Team in Mountain View auf“, schreibt Zhang auf Twitter. Gesucht werden eine Reihe von Unreal- und Unity-Spezialist:innen, die an der Schnittstelle von Grafik-Engine und Pico-SDK arbeiten werden.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 2,80 € / Monat
logo

Zhangs VR-Expertise wird von unschätzbarem Wert sein für Pico, das in der einen oder anderen Hinsicht noch zu Meta aufholen muss.

Konkurrenz für Meta Quest? Bytedance investiert in VR

Bytedance investiert derzeit in die Entwicklung von Picos App-Ökosystem, den US-Standort und das dortige Fachpersonal, wohl in Vorbereitung auf den Launch zweier neuer autarker Headsets: der Pico 4 und Pico 4 Pro. Mit diesen Geräten dürfte Pico Meta zum ersten Mal in dessen Heimmarkt herausfordern.

Die Spezifikationen, der Preis und der genaue Marktstart sind noch nicht von offizieller Seite bestätigt. Erwartet wird, dass die Geräte während des Sommers und noch vor dem Launch der Quest Pro auf den Markt kommen.

Konsumenten hätten dann zum ersten Mal die Wahl zwischen Meta und einem anderen Hersteller autarker VR-Headsets, der sich mit seinen Produkten ausdrücklich an Endverbraucher richtet.

Quellen: Twitter