Meta Quest Pro: Eye-Tracking soll Bildqualität verbessern

Meta Quest Pro: Eye-Tracking soll Bildqualität verbessern

Das Eye-Tracking der Meta Quest Pro könnte mehr leisten als bislang angenommen.

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In der Beta-Firmware der Meta Quest 2 wurde ein Text entdeckt, der die Funktionen der Blickverfolgung erklärt. Die Beschreibung publizierte VR-Leaker Brad Lynch auf Twitter.

„Eye-Tracking ist eine Funktion Ihres Meta Quest Pro Headsets, die mithilfe von Kameras die Blickrichtung Ihrer Augen ermittelt“, heißt es. „Dieses Feature [Eye-Tracking] dient dazu, den Augenkontakt und die Mimik Ihres Avatars bei virtuellen Interaktionen mit anderen Nutzer:innen natürlicher aussehen zu lassen und die Bildqualität in dem Bereich zu verbessern, auf den Sie in VR schauen.“

Weiter heißt es, dass man Eye-Tracking auch als Input-Methode verwenden kann, um mit virtuellen Inhalten zu interagieren.

Eye-Tracking wird laut Beschreibung nicht dazu eingesetzt, um Nutzer:innen zu identifizieren. Außerdem werde man die Blickverfolgung in den Einstellungen für einzelne VR-Apps oder ganz an- und abschalten können.

Foveated Rendering: Eine mächtige Rendertechnik

Während die übrigen Funktionen der Blickverfolgung (Augenkontakt, Input-Methode) bestätigt oder selbstverständlich sind, lässt die im Text erwähnte Bildverbesserung aufhorchen.

Könnte damit Foveated Rendering gemeint sein? Bei dieser Rendertechnik ermittelt das Eye-Tracking, welchen Bereich des Bilds das Auge gerade fokussiert und berechnet nur diesen in vollem Detailgrad. Das spart viel Rechenleistung, die Entwickelnde in eine höhere Auflösung oder bessere Grafik stecken könnten.

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Die Blickverfolgung der Playstation VR 2 unterstützt ebenfalls Foveated Rendering und laut ersten Presseberichten mit großem Gewinn: Das Bild wirke ausgenommen scharf, ohne dass die reduzierte Grafik in der Blickperipherie auffalle. In einem GDC-Vortrag hieß es, dass Playstation 5 mit aktiviertem Foveated Rendering 3D-Grafik bis 3,6 Mal schneller rendern kann – ein enormer Performance-Gewinn.

Wie genau Foveated Rendering in Sonys VR-Headset funktioniert und wie einwandfrei es tatsächlich arbeitet, weiß man noch nicht. Dies werden im Frühjahr ausführliche Tests klären.

Unterstützt Meta Quest Pro Foveated Rendering?

Metas Beschreibung lässt nicht zwingend auf Foveated Rendering für Meta Quest Pro schließen, zumal Metas Technikchef vor knapp einem Jahr meinte, dass die Rendertechnik bei autarken Headsets leistungstechnisch „noch nicht so viel bringt“.

Das Headset könnte aber auf andere Weise vom Eye-Tracking profitieren: zum Beispiel, indem es die fokussierten Bereiche in bestimmten VR-Apps in einer höheren Auflösung rendert oder spezielle Algorithmen gegen Bildverzerrung darauf anwendet. Beides könnte sich in einer besseren Bildqualität niederschlagen.

Die Beschreibung lässt auf jeden Fall hoffen, dass Meta Quest Pro trotz zahlreicher Leaks noch die eine oder andere Überraschung bereithält. Das Headset wird am 11. Oktober vorgestellt und geht im gleichen Monat in den Verkauf.

Quellen: Brad Lynch @ Twitter