Meta Quest 3: Was die VR-Brille für den Erfolg braucht

Meta Quest 3: Was die VR-Brille für den Erfolg braucht

Meta Quest 3 wird ein Mixed-Reality-Headset. Dessen wichtigste Voraussetzung ist ein intelligentes Guardian-System.

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Seien wir ehrlich: Das aktuelle Guardian-System ist grauenhaft. Jedes Mal, wenn ich in die Virtual Reality einsteige, brauche ich den schulmeisterlichen Segen des Guardian-Systems.

Habe ich Möbel verschoben, kann es passieren, dass ich die Grenzen neu einzeichnen muss. Wechsle ich vom Sessel aufs Sofa, muss ich meine neue stationäre Grenze bestätigen. Spiele ich im Stehen und setze mich auf den Sessel, muss ich in den stationären Modus wechseln oder aber die Grenze neu einzeichnen, da ich diese sonst berühre. Die Liste an Bevormundungen und Gängeleien ließe sich beliebig fortführen.

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Zudem kann man gar nicht von einem Guardian-System sprechen. Genau genommen sind mehrere Guardian-Systeme am Werk: eines für den stationären Betrieb, eines für raumfüllende VR, eines für Arbeit, das den Schreibtisch und Computer erkennt, sowie eines, das mich vor eindringende Objekte warnt. Das allerneueste Guardian-System ist eines, das mich Wände und ganze Räume samt darin befindlicher Objekte einzeichnen lässt. Die meisten dieser Systeme funktionieren zudem nicht automatisch und kommen sich teilweise in die Quere.

Ein smarter Guardian

Man sieht: Das Guardian-System der Meta Quest ist über die Jahre zu einem unpraktischen und unnötig aufgeblähten Durcheinander geworden, das den schnellen Einstieg in Virtual Reality eher hindert als fördert.

Meta muss das System vereinheitlichen und automatisieren, oder mit einem Wort: intelligenter gestalten. Gerade im Hinblick auf Meta Quest 3, das primär ein Mixed-Reality-Headset werden soll.

Der Erfolg des Geräts wird davon abhängen, wie smart dessen Guardian-System wird. Zum einen des Nutzungskomforts wegen (siehe oben), zum anderen wegen der Mixed-Reality-Apps, die es von anderen Produkten wie Playstation VR 2 abheben wird. Niemand, aber auch wirklich niemand wird sich die Mühe machen, vor jeder Spielsitzung die eigenen Wände sowie Möbel von Hand einzuzeichnen, wie es derzeit der Fall ist.

Ein Mixed-Reality-Headset muss die Umgebung von allein erkennen und einordnen können, ohne dass man ständig nachhelfen muss. Ein gutes Guardian-System, wäre eines, das unsichtbar ist und nur eingreift, wenn man es braucht. Ob das mithilfe eines Tiefensensors oder KI-Magie geschieht, ist Nebensache.

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Meta Quest 3 beginnt, die Welt zu sehen

Die gute Nachricht ist, dass ein intelligenter Guardian in Entwicklung ist. Ende 2022 bestätigte Meta die Arbeit an einer automatisierten Version der Raumerfassung und Anfang März sickerte Metas Vision des "Smart Guardian" für Meta Quest 3 durch.

„Der Leitstern des Teams war, dass Mixed Reality das Nutzererlebnis von dem Moment an, in dem man das Headset aufsetzt, besser, einfacher und natürlicher macht“, sagte Metas VR-Präsident Mark Rabkin bei einer internen Präsentation. „Man kann mühelos durch sein Haus gehen, weil man weiß, dass man perfekt sieht. Man kann Anker und andere Dinge auf dem Schreibtisch platzieren. Man kann den Kaffee mitnehmen. Man kann viel in der VR drinbleiben.“

Für Meta Quest wäre eine solche Mixed Reality ein großer Schritt nach vorn. Aus dem dumm-blinden Klotz würde eine weltdurchlässiges Gerät, das seiner (menschlichen) Umgebung gewahr ist und diese, wo nötig, einbindet, statt ausschließt.

Bis zur Umsetzung dieser Vision ist es ein langer Weg, aber Meta Quest 3 muss den ersten Schritt in diese Richtung gehen, soll das Gerät für eine größere Zahl Menschen interessant werden.

Hinweis: Das Artikelbild zeigt das Rendering eines mutmaßlichen Stinson-Prototyps. Es handelt sich um kein offizielles Bild. Das tatsächliche Design der Meta Quest 3 könnte davon abweichen.